GEDANKEN ZUM SONNTAG: Gott schenkt Kraft

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Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig" - dass dieser Vers aus dem 2. Korintherbrief des Paulus uns in diesem neuen Jahr als Jahreslosung begleiten wird, ist eine wirklich gute Nachricht.

Heute möchte ich von einem Schwachen schreiben, in dem Gottes Kraft mächtig war und der heute Geburtstag hat: Martin Luther King. War er stark? War er schwach? Nach menschlichen Maßstäben war er nicht stark. Angehöriger einer benachteiligten Bevölkerungsschicht. Aber er hat sein Land verändert. Knapp 50 Jahre später wurde der erste Farbige zum Präsidenten der USA gewählt.

Martin Luther King kam ins Gefängnis, er wurde vom FBI überwacht. 1964 erhielt er den Nobelpreis, doch seine Feinde gaben nicht auf. Er wurde ermordet, wie auch seine Mutter.

Letzten Sommer war ich in Atlanta. Dort steht sein Geburtshaus. Dort steht die Ebenezer Baptist Church, wo Martin Luther King jr. ab 1960 Pfarrer war und auf der Kanzel stand.

In der schmucklosen Kirche ist hinter dieser Kanzel ein Bild, das vom Vorhang halb verdeckt ist. Es zeigt eine idyllische Landschaft mit einem Fluss und grünen Wiesen. Das verheißene Land, das Reich Gottes. Martin Luther King sagte: "Vielleicht mag die Pilgerschaft des Menschen auf Erden nie zu einem endgültigen Erfolg führen, aber sicher kann ihn sein beharrliches Streben der Gerechtigkeit näher bringen. Das Reich Gottes auf Erden mag vielleicht nicht vollendet werden, aber sicher kann es jetzt schon in gewissen Einzelformen erreicht werden: in persönlicher Aufopferung und im Zusammenleben von Gruppen. Das Reich Gottes ist mitten unter euch . . . vergessen wir auch nicht, dass Gott bei denen ist, die unter dem Bösen leiden. Er gibt uns die inneren Kraftquellen, um die Bürden des Lebens zu tragen.

Wenn wir in der Dunkelheit irgendeines Ägyptens stehen, ist Gott ein Licht auf unserem Wege. Er schenkt uns die Kraft, die Prüfungen Ägyptens zu bestehen. Er gibt uns den Mut, trotz allem vorwärts zu gehen. Wenn das Licht der Hoffnung flackert und die Lampe des Glaubens verlöschen will, gibt er uns neuen Mut zum Aushalten. Er ist bei uns nicht nur im Licht der Erfüllung, sondern auch in der Finsternis der Verzweiflung." Und genau dies meint auch die Jahreslosung: "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig". Und das machte den schwachen Martin Luther King mächtig - bis heute!

Ekkehard Käss,

Martin-Luther-Kirche,

Göppingen

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