GEDANKEN ZUM SONNTAG: "Alles Gute"

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    Die Fußball-Nationalmannschaft beim Training vor dem Spiel gegen Frankreich. Ob Jogi Löw seinen Jungs vor dem Match auch "alles Gute" wünschte? Foto: 
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Mit einem guten Wunsch verabschieden Mütter oder Väter ihre Kinder, wenn sie morgens aus dem Haus gehen. "Ich wünsch dir alles Gute", sagt der Kollege oder eine Freundin, wenn jemand ein neues Projekt übernimmt, etwas feierte oder noch etwas vorhat. Gute Wünsche werden ausgedrückt zu Beginn eines neuen Lebensabschnittes, einer neuen Aufgabe oder Herausforderung. Und wer weiß, vielleicht wünscht auch Jogi Löw den Spielern unserer Nationalmannschaft vor den Spielen "alles Gute".

Gutes wünschen kann nicht verkehrt sein. Auch wenn offenbleibt, was das Gute ist. Auch wenn der Wunsch mal bewusst, mal gedankenverloren ausgesprochen wird. In diesen wenigen Worten wird ausgedrückt: Ich wünsche dir Glück. Ich wünsche dir die richtige Entscheidung. Ich wünsche dir, was du dir wünscht. Ich wünsche dir Gelingen. Ich wünsche dir Gesundheit. Eben: Ich wünsche dir alles Gute. Der gute Wunsch ist all gegenwärtig. Wir haben ihn schon oft selbst gehört und gesagt.

Der Wunsch - "alles Gute" - macht Mut, klingt wohl, wenn er uns aufrichtig gesagt wird, an einem Geburtstag, beim Abschied vor dem Urlaub, vor einer wichtigen Aufgabe, vor einem Wettkampf oder Prüfung. Der Wunsch des Guten tut gut, weil da ein Mensch an einen glaubt, weil jemand mitdenkt, uns freundlich gesinnt ist und Gelingen für Leib, Geist und Seele zuspricht. Selbstzweifel können nach einem solchen Wunsch beiseitegeschoben werden. Trübe Zukunftsperspektiven können sich lichten. Unsichere Schritte oder Entscheidungen können angepackt werden. Der Blick kann sich ausrichten auf das, was kommt.

Können wir uns vorstellen, dass Gott zu uns sagt: "Ich wünsch dir alles Gute?"

Gott drückt diesen Wunsch aus, in dem was uns an Gutem widerfährt. Er hat eine Vorstellung, was gut ist. Er steht mit seiner Person zu diesen Worten und verwirklicht sie. Gott wünscht dir das Gute. Er lässt seinen Wunsch des Guten ausrichten: in jedem Segen, der uns zugesprochen wird, in jedem Willkommensgruß "Grüß Gott", in jedem Abschiedsgruß: "Behüt dich Gott". Es mag wohl sein, dass er mit dem Guten etwas anderes meint als die Erfüllung aller Wünsche. Es mag wohl sein, dass er mit dem Guten etwas anderes im Sinn hat als Sieg, Reichtum, Gesundheit. Es mag wohl sein, dass er mit dem Guten, das er uns zuspricht, die Änderung innerer und äußerer Umstände im Blick hat, die wir aber noch nicht sehen können. Lassen wir uns überraschen. Er, Gott, wünscht jedem persönlich: Alles Gute!

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