Funkgeräte sind wichtig bei Notfalleinsätzen

Die Rettungshundestaffel des DRK Göppingen kommt immer dann zum Einsatz, wenn Hilfe im unwegsamen Gelände notwendig ist. Sie wird mit Funkgeräten ausgestattet und kann so besser in Notsituationen helfen.

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  • Heidi Stehle und Björn Mangold leiten die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes in Göppingen. Foto: Margit Haas 1/2
    Heidi Stehle und Björn Mangold leiten die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes in Göppingen. Foto: Margit Haas
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"Rettungshundeführer müssen das absolute Helfersyndrom haben", bekennen Heidi Stehle und Björn Mangold lachend. Zusammen leiten sie die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Göppingen. Die 15 Hundeführer investieren in ihre Passion jede Menge Zeit. Es dauert alleine zwei bis drei Jahre, bis ein Hund zum Rettungshund ausgebildet ist. Zwei Mal pro Woche jeweils rund vier Stunden trainieren Mensch und Hund gemeinsam.

Und auch die Hundeführer selbst sind ausgebildete Sanitätshelfer und nehmen zudem regelmäßig an Fortbildungen teil. Nicht nur viel Zeit fließt in die Aus- und Weiterbildung von Mensch und Tier. Auch die Kosten tragen die Rettungshundeführer selbst. Heide Stehle hat gerade viel Geld in einen Welpen investiert und wird noch viel mehr ausgeben, bis er als Rettungshund eingesetzt werden kann.

Seit vier Jahren hat die 1976 gegründete Rettungshundestaffel an der Heininger Straße in Göppingen großzügige Räume. Dort sind auch die beiden Fahrzeuge stationiert, die der Kreisverband des DRK finanziert hatte. Hier treffen sich die Rettungshundeführer, wenn sie über die Integrierte Leitstelle von Feuerwehr und DRK alarmiert werden. Einmal im Monat kommt es durchschnittlich vor, dass eine Person vermisst wird. Oft sind es ältere und verwirrte Menschen. Nicht selten werden aber auch suizidgefährdete Menschen gesucht.

Meist finden die Einsätze nachts statt - und immer im unwegsamen Gelände, das anders nicht abgesucht werden kann. "Im zugewiesenen Gelände bilden wir eine Helferkette, die aus Helfern mit und ohne Hunde besteht." Im Abstand von maximal 50 Metern wird dann der Wald durchkämmt.

Ein altes Funkgerät, das bei solchen Einsätzen bislang den Kontakt zum Einsatzleiter im Einsatzfahrzeug gehalten hatte, funktioniert nicht mehr, bedauert Heidi Stehle. Als Kommunikationsmittel im abgelegenen Gelände taugen aber Mobiltelefone nur bedingt. Denn zu oft haben sie keinen Empfang und dann kann es auch passieren, "dass wir das Ende des Einsatzes gar nicht erfahren hatten, weil wir keinen Empfang hatten".

Hundeführer und Einsatzfahrzeug mit modernen Funkgeräten auszustatten und so einen stabilen und kontinuierlichen Kontakt herzustellen, ist also praktisch unabdingbar.

Die Rettungshundeführer können sie aber nicht selbst finanzieren. "Denn unsere Einsätze sind kostenlos." Und Einnahmen haben sie nur wenige. "Zwei Mal im Jahr führen wir Blutspendeaktionen durch und zwei Mal im Jahr sammeln wir in der Göppinger Fußgängerzone." Auch durch Vorführungen bei Veranstaltungen kommt etwas Geld in die Kasse. Das reicht aber bei weitem nicht aus, um die Funkgeräte zu finanzieren. Die "Guten Taten" werden deshalb den Kauf von vier Funkgeräten mit 2500 Euro unterstützen.

Info www.drk-rettungshundestaffel-gp.de

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