Für mehr Volksnähe

Gestern Morgen um 11 Uhr gab Christian Wulff seinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten bekannt. Über einen potenziellen Nachfolger machen sich auch Göppinger Passanten Gedanken.

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"Zur Abwechslung könnte auch eine Frau das Amt leiten", bemerkt Marianne Sarkander.

Christian Wulff ist gestern um 11 Uhr vom Amt des Bundespräsidenten zurückgetreten. Zuletzt war der Druck auf ihn zu groß geworden. Die Staatsanwaltschaft Hannover will gegen Wulff wegen möglicher Vorteilsannahme ermitteln. Wer aber soll die Nachfolge übernehmen? Das wurde gestern quer durch die Bundesrepublik diskutiert. Als mögliche Kandidaten gelten unter anderen der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck, der Verteidigungsminister Thomas de Mazière, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Auch bei Göppinger Passanten war die Nachfolgefrage gestern ein Thema.

"Ich könnte mir Joachim Gauck sehr gut als Nachfolger von Herrn Wulff vorstellen", meint der Göppinger Michael Fuchs. Gauck steht seiner Meinung nach näher am Volk und ist nicht der typische Berufspolitiker.

Marianne Sarkander hat sich noch nicht allzuviele Gedanken zu einem potentiellen Ersatz gemacht, jedoch würde sie gerne eine Nachfolgerin im Amt sehen. "Gut könnte ich mir Gesine Schwan vorstellen", sagt die Börtlingerin und fährt fort, "Ich hätte mir sie schon als Horst Köhlers Nachfolgerin gewünscht."

"Ganz klar Joachim Gauck", schmunzelt Heinz Menzel und seine Frau Sigrid nickt zustimmend. Auch das Rentnerpaar ist der Meinung, dass Gauck mehr Volksnähe besitzt als seine Konkurrenten.

Der 17-jährige Physikstudent Julian Heiss ist noch unentschlossen. Als Nachfolge für das Bundespräsidentenamt kämen für ihn der Bundestagspräsident Norbert Lammert sowie der Publizist Joachim Gauck in Frage. "Die beiden sind meiner Meinung etwas diplomatischer", erklärt der Göppinger. Mit ihren politischen Einstellungen kann sich der 17-Jährige gut identifizieren.

Die Börtlingerin Martina Haug hält Norbert Lammert ebenfalls für einen geeigneten Kandidaten. "Seine Ausstrahlung gefällt mir gut", lächelt sie. "Durch seine jetztige Position des Bundestagspräsidenten verfügt er über reichlich Erfahrung in der Führungsebene."

Ob Lammert oder Gauck das Rennen machen wird, oder doch ein ganz neues Gesicht auf der Bildfläche erscheint, muss sich sich innerhalb der nächsten 30 Tage entscheiden.

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