Fünf Standorte waren in der engeren Wahl

Baumwipfelpfad - das hieß bisher immer nur Reußenstein. Landrat Edgar Wolff hat jetzt offenbart, welche Standorte sonst noch geprüft wurden.

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"Die anderen untersuchten Standorte sind keine Alternativen", sagt Investor Bernd Bayerköhler.

Ging es bislang ums Thema Baumwipfelpfad, war immer nur vom Feldkopf beim Reußenstein die Rede. Da sich der Investor frühzeitig auf Wiesensteig festgelegt hatte, spielten die übrigen 15 möglichen Plätze im Kreis, die im Vorfeld untersucht worden waren, keine Rolle mehr. Landrat Edgar Wolff hat dem Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistages nun nachgeliefert, was alles bei der Prüfung durchs Raster gefallen ist. Wolffs Liste, die am Dienstag an die Kreisräte verteilt wurde, umfasst nur noch fünf Orte. Zehn habe man aussortiert, weil sie die vom Investor geforderten Kriterien schon nach Aktenlage nicht erfüllten, erläutert Susanne Leinberger, die das Baumwipfelprojekt beim Landratsamt federführend betreut.

Die verbleibenden fünf Standorte hat Geschäftsführer Bernd Bayerköhler von der Erlebnis-Akademie vor Ort angeschaut. So war Bayerköhler neben dem Reußenstein noch auf dem "Fränkel" beim Grünenberg, im "Schlater Wald", auf dem "Aimer" oberhalb von Gosbach und im "Häule" beim Geislinger Stadtbezirk Weiler.

Für den "Fränkel" spricht in der Bewertung seine ausgezeichnete Rundum-Sicht, unter anderem auf die "Drei-Kaiser-Berge" Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen. Über die B 466 und B 10 zwar gut erreichbar, wäre das letzte Stück aber nur schwierig (zum Beispiel mit Sessellift) zu erschließen.

Der "Aimer" ist über eine enge Straße nur schwer zu erreichen und wird in der Bewertung deshalb nur "mit einer Aufstiegshilfe (Sessellift/Kabine)" empfohlen.

Das "Häule" bei Weiler bietet eine gute Aussicht - allerdings überwiegend nur auf die fünf Täler rund um Geislingen.

Der Schlater Wald ist über die neue B 10 und ÖPNV von allen fünf Standorten am besten zu erreichen und bietet schon jetzt viele Parkplätze. Allerdings sind die "Sichtbeziehungen" hier nur begrenzt.

Allen fünf Standort-Vorschlägen gemeinsam sind ihre über hundert Jahre alten Mischwaldbestände, die zumindest den Spaziergang durch die Baumwipfel für die Besucher zu einem Erlebnis machen würden.

Investor Bernd Bayerköhler betont, dass die neben dem Reußenstein untersuchten Standorte keine Alternativen seien: "Die haben nicht unseren Kriterien entsprochen", erklärt der 47-Jährige "Den 360-Grad-Rundumblick habe ich nirgendwo anders", hebt der Vorstandssprecher der Erlebnis-Akademie einen entscheidenden Vorteil des "Feldkopfes" bei Wiesensteig hervor. Zudem sei ihm die Barriefreiheit sehr wichtig. Der 1300 Meter lange Pfad soll ohne Hindernisse konstruiert werden - deswegen beträgt die Steigung an keiner Stelle mehr als sechs Prozent und ist auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen zu meistern. Zudem sei der Wald an dieser Stelle sehr licht, die Eingriffe in die Natur wären daher minimal. "Das ist schon ein schönes Fleckchen Erde", sagt Bayerköhler.

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