Freund Xanto

Die Ursenwangschule ist auf den Hund gekommen. Der ist ein Deutscher Schäferhund und hört auf den Namen "Xanto".

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Seelentröster, Freund und Ruhepol: Xanto. Foto: Privat

Seit diesem Schuljahr erprobt Annette Stübler, Klassenlehrerin der Klasse 8b an der Ursenwangschule, zusammen mit ihrem Hund Xanto das Konzept "Hundegestützte Pädagogik". Ziel des Konzepts ist es, mit dem Lernbegleiter Schulhund die "ganzheitliche Entwicklung" der Schüler zu fördern.

Xanto kommen an der Ursenwangschule vielfältige Aufgaben zu wie Seelentröster, Freund, Motivator, entspannender Ruhepol, Teil der Klassengemeinschaft, geduldiger und vorbehaltloser Lernbegleiter. Der Schulhund wurde innerhalb kürzester Zeit von den Schülern sehr gut aufgenommen. Viele Schüler berichten, dass sie in ihm einen wahren Freund gefunden haben.

Die Klassenlehrerin berichtet: "Seinen ersten Einsatz hatte Xanto zu Beginn des Schuljahres bei einem Wandertag gemeinsam mit einer Kollegin und deren Hund mit anschließendem Grillen. Schön war es, zu sehen wie sich schwierige, sehr zurückhaltende Kinder ihm gegenüber geöffnet haben und zu ihm Kontakt aufgenommen haben. Auch von Rabauken, von denen ich wenig Emotionalität bisher gewohnt war, konnte ich plötzlich diese Seite der Persönlichkeit entdecken. Es hat sich wieder einmal die Tatsache bestätigt, die in vielen Forschungen immer wieder belegt werden konnte, dass ein großes Felltier sehr viel Emotionalität frei setzen kann. Der Zugang zu manchen schwierigen Schüler hat sich seither zum Positiven verändert." Immer häufiger wurde der Hund in die Schule mitgenommen."

Und weiter: "Ich habe ganz bewusst darauf verzichtet, ihn in den Unterricht einzubauen oder ihm im Zusammenhang mit den Schülern bestimmte Aufgaben zuzuweisen. Ich wollte zu Beginn nur, dass er durch seine Anwesenheit wirkt, und dies hat sich bestätigt. Was in allen Klassen durchweg zu beobachten war, das war die Tatsache, dass alleine schon seine bloße Anwesenheit mehr Ruhe und Konzentration gebracht hat. Die Zickereien auf dem Gang vor unserem Klassenzimmer haben sich auf ein Minimum reduziert. Die Devise lautet: Die Klassenzimmertür bleibt zu und es gehen fast nur die raus, die müssen, die meisten beschäftigen sich in irgendeiner Weise mit dem Hund."

Wichtig war es der Lehrerin auch, auf die Schüler besonders Rücksicht zu nehmen, die Angst vor Hunden haben und auch darüber im Klassenverband Gespräche zu führen, dass deswegen niemand gemobbt wird. Auch hier hat Xanto viel bewirkt: Eine Schülerin, die bisher Angst vor Hunden hatte, hat sich schon mehrfach ihm ganz vorsichtig genähert und ihn ganz sachte gestreichelt.

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