Folk Noir, Western, Pop

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Geislingen. Die US-Sängerin Laura Gibson und ihre Band spielen am Freitag ab 20.30 Uhr bei der Rätsche im Schlachthof Geislingen. Ihr neues, drittes Album, im Januar bei dem Kultlabel "City Slang" erschienen, heißt "La Grande" (man spricht das im Stil des amerikanischen Westens aus: "luh grand"). Bei dem Albumtitel handelt es sich übrigens - dem pompösen Namen zum Trotz - um einen kleinen Ort in einem Tal im nordöstlichen Oregons, in dem nicht viel los ist.

Die Ruhe dieses Ortes hat für Laura Gibson, die in der trendigen Künstler-und Independent-Hochburg Portland (Oregon) lebt, eine besondere Bedeutung. Auch wenn man bedenkt, das die Musikerin seit 2009 über 200 Konzerte in den USA, Europa und Asien gespielt hat. In gewisser Weise reflektiert auch ihr aktuelles Album diesen Zustand des Lebens "on the road".

Laura Gibson hat das Album selbst produziert, auf manchen Tracks spielt sie gleich 15 Instrumente, auf anderen hat sie fabelhafte Gastmusiker und Musikerkollegen von Calexico über M. Ward bis zu den Decemberists. Aber man sollte keinen falschen Eindruck bekommen - in jeder Note ist pure Laura Gibson drin: Fragilen Folk noir und Lo-Fi-Recording-Ästhetik mit "pummeligen" Trommeln, galoppierender Western wie auch zarten Bossa Nova, sphärischer Ghosttown Twang mit scheppernder Percussion, Surf-Gitarren, polternde Drums und plinkernde Pianos, Gospel-Chor und Campfire-Atmosphäre. In der Januar-Ausgabe des Rolling Stone ist "La Grande" Album des Monats. Die Musikzeitschrift feierte Laura Gibson zusätzlich noch mit einer großen Story.

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