Fleißige Helfer am Morgen danach

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Die Stadttauben sind am Neujahrsmorgen um 6 Uhr bei neun Grad Minus die einzigen Passanten, die schon unterwegs sind. Überall in der „Neuen Mitte“ Göppingens liegen die unschönen Reste der Silvesternacht verstreut. Auf dem Marktplatz sieht man jedoch eine Gruppe von Ahmadiyya-Muslimen, die den Städtischen Betriebshof seit etwa 20 Jahren bei der Reinigung der Kernstadt unterstützen.

Die etwa 25 Personen im Alter zwischen 10 und 65 Jahren beginnen mit einem Gebet, bevor sie bei neun Grad Minus zuerst frühstücken und dann ihre Besen zur Hand nehmen. Man hört sie lachen und zwischendurch auf Urdu, der pakistanischen Hochsprache, sprechen und die Brüder Murtaz und Hasban Tahir, die in Deutschland geboren sind, sagen: „Wir wollen etwas für die Umwelt tun.“

Martin Göbbel vom Städtischen Betriebshof hatte schon die Besen, Handschuhe und blauen Säcke zum Einfassen und Zangen vorbereitet und beginnt mit insgesamt acht Kollegen, ebenfalls zu arbeiten. Bereichsleiter Dieter Seng freut sich über die jährliche Unterstützung der Ahmadiyya-Muslime, die auch in Eislingen den Dreck wegkehren: „Das hilft uns sehr. Wir müssen ja die Stadt den Bürgern sauber übergeben.“

Einige Mitarbeiter sind mit Bläsern unterwegs, um auch die etwas dunkleren Ecken zu erreichen. Zwei Kehrmaschinen fahren nach dem ersten Kehren von Hand bereits ihre Runden,  zwei Lastwagen laden die etwa 100 Säcke auf ihre Pritschen, die bei der Firma ETG fachgerecht entsorgt werden.

Gegen 10 Uhr – es ist immer noch bitterkalt, aber schon ein klarer Sonnentag mit blauem Himmel – sieht man kaum mehr etwas von den Resten der Silvesternacht. Im Laufe der Woche wird dann vom Betriebshof der Rest der Stadt vom Kehricht befreit. Annerose Fischer-Bucher

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