Final Fourr: Schlangen an den Tageskassen ärgern Fans

Mit mehr als 3000 Besuchern am Finaltag zeigten sich die Veranstalter des Final Four in der EWS-Arena zufrieden. Doch es gab auch kritische Töne.

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Neben den Frisch-Auf-Fans sorgten vor allem die Erfurter Anhänger für Stimmung. An den Kassenhäuschen ging es weniger stimmungsvoll zu.  Foto: 

Zum dritten und vorerst letzten Mal fand die Endrunde um den Deutschen Pokal der Handballerinnen, das sogenannte Final Four, in der Göppinger EWS-Arena statt. In der kommenden Saison wird erst vor dem Endrundenturnier entschieden, welcher der vier Halbfinalteilnehmer den Zuschlag für die Sportveranstaltung erhält.

Waren im vergangenen Jahr nur 2200 Fans in die EWS-Arena gepilgert, strömten am Samstag 2500, am Sonntag sogar 3250 Zuschauer in die Halle. "Das ist ein super Ergebnis, einfach sensationell", freut sich Kathrin Müller-Greiner, Projektleiterin beim Final-Four-Veranstalter Saltico.

Für die Kartenverkäufer an den Tageskassen war der Andrang offenbar zu groß: Vor den Kassenhäuschen bildeten sich am Samstag lange Schlangen, nichts ging mehr. "Ich stand eine knappe Dreiviertelstunde in der Schlange. Die war mindestens 30 Meter lang. In dieser Zeit kam ich nur zwei, drei Meter vorwärts", echauffiert sich der Göppinger Ferdinand Ruess, "das waren chaotische Zustände."

Viele Fans, auch Ruess, traten verärgert den Heimweg an, um die beiden Halbfinal-Partien im Internet-Fernsehen zu verfolgen, oder sie besuchten die Baden-Württembergliga-Partie der Holzheimer Handballerinnen gegen den TV Pflugfelden in der Parkhaushalle.

"Wir hatten ein kleines Ticketproblem", gibt Kathrin Müller-Greiner zu, "da wir einen Systemausfall hatten, ging es leider nicht schneller." Die Projektleiterin gesteht, dass sie mit einem solchen Ansturm am Samstag nicht gerechnet habe. "Dazu hat wohl das schlechte Wetter beigetragen", vermutet sie.

Erst um 13.30 Uhr, eine Stunde vor Beginn des ersten Halbfinales zwischen Frisch Auf Göppingen und dem Thüringer HC, öffneten zwei Kassenhäuschen. "Das war viel zu spät. Wir waren schon um kurz vor 12 Uhr da und wollten Karten kaufen. Und außerdem hätten mehr Kassen aufmachen müssen, das war einfach nur dilettantisch", ärgert sich Ruess, der so gut wie jedes Spiel der Frisch-Auf-Frauen und der Frisch-Auf-Männer in der EWS-Arena verfolgt.

Als das Chaos zu groß war, wurde eine weitere Kasse geöffnet, erklärt Kathrin Greiner-Müller. Gegenüber unserer Zeitung äußerte sie Verständnis für die aufgebrachten Zuschauer: "Wir als Veranstalter können uns nur entschuldigen."

Wer doch in den Genuss einer Eintrittskarte kam, wurde Augenzeuge eines farbenfrohen Spektakels und von laut schreienden Fans, die ihre Teams anfeuerten und für Partystimmung in der Arena sorgten. Vor allem die 380 Anhänger des Thüringer HC sorgten mit ihren rot-weiß-blauen Perücken, roten Teufelshörnern und roten Fahnen für einen bunten Farbklecks.

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