Filsland 25 ersetzt frühere Staufercard

Die Teilintegration in den VVS führt weiterhin zu einem hohen Erklärungsbedarf bei den Kunden des Filsland-Nahverkehrsvebundes im Kreis.

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Die Zonenregelung des VVS führt zu veränderten Fahrkartenpreisen. Seit Jahresbeginn haben die Kunden einem hohen Informationsbedarf. Foto: Rainer Lauschke

50 bis 100 Kunden kommen täglich in die Geschäftsstelle der Filsland-Mobilitätsverbundes in der Bahnhofstraße in Göppingen. "Wir haben einen regen Publikumsverkehr seit dem Jahresbeginn", sagt Filsland-Geschäftsführer Günter Koser. Viele wollen sich über die Veränderungen informieren, welche die Teilintegration des Landkreises in den Verkehrsverbund Stuttgart mit sich bringt.

Die veränderten Preise der Fahrkarten seit der Teilintegration sind für die Fahrgästen ein wichtiges Thema, berichtet Koser. Dies gelte besonders für Passagiere, die regelmäßig von Uhingen aus den Zug nutzen. Uhingen liegt in Zone sechs, wie Göppingen. Die Zonen sind kreisförmig rund ums Zentrum Stuttgart (Zone 1) angelegt. Je mehr Zonen ein Fahrgast zurücklegt, desto teurer wird sein Ticket. Es gilt allerdings eine Obergrenze von sieben Zonen, eine teurere Karte muss im VVS-Gebiet nicht gelöst werden.

Manche Fahrgäste aus dem Raum Uhingen beklagen sich über hohe Preissteigerungen gegenüber den alten Fahrkarten der Bahn, stellt der Filsland-Geschäftsführer fest. Die Steigerung liege bei 15 bis 20 Prozent. "Die Leute sagen, sie müssten jetzt 150 statt bisher etwa 130 Euro bezahlen", berichtet Koser. "Es trifft besonders die Fahrgäste, die am Bahnhof aussteigen und nicht auf die Stadtbahnen oder Busse umsteigen." Es sei nicht außergewöhnlich, dass sich vor allem Personen melden, die von der Umstellung betroffen sind. "Jedes System hat Nachteile." Dürfe die Umstellung nur Vorteile bringen, hätte der Landkreis nach Kosers Einschätzung viel mehr Geld in die Teilintegration stecken müssen.

Im Kreisgebiet verliert Ende 2014 die Filslandkarte 15, die frühere Staufercard, ihre Gültigkeit. Es handelt sich hierbei um eine Aufladekarte, die beim Ticketkauf eingesetzt werden kann und den Kunden einen Rabatt von 15 Prozent verschafft. Wer eine solche Karte mit Geld aufgeladen hat, sollte die Summe bis Jahresende aufbrauchen. Das Nachladen ist jetzt nicht mehr möglich. Als Nachfolgekarte gibt es seit Jahresbeginn die Mobilitätskarte 25. Sie ist keine Prepaid-Card, sondern eine Art Ausweis. Für die Karte, die bei Busfahrten im Kreisgebiet einen Rabatt von 25 Prozent des Regelfahrpreises bringt, muss laut Koser eine Gebühr von 20 Euro bezahlt werden. Wie bei der Bahncard 25 müssen sie die Fahrgäste bei Kontrollen vorzeigen, um zu belegen, dass der Rabatt gerechtfertigt ist.

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