Festival mit Mozart und Messiaen

Von Mozart bis Messiaen reicht das Programmangebot der drei Konzerte beim elften Kammermusik-Festival Hohenstaufen, das morgen Abend beginnt.

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Bereits ins elfte Jahr geht das etablierte Kammermusik-Festival Hohenstaufen. Da fänden es die Festival-„Macher“ durchaus angebracht, wenn auch der Südwestrundfunk mal in Bild und Ton darüber berichten würde. Aber auch ohne den SWR ist die Vorfreude auf die drei Festival-Tage bei den Verantwortlichen groß.

Rahel Rilling (Violine), zusammen mit ihrem Mann Dávid Adorján (Violoncello) für die künstlerische Leitung verantwortlich, freut sich besonders auf „die Energie, die in der Begegnung mit den Stücken und mit den Musikern, die da aufeinandertreffen, entsteht“. Die Möglichkeit, sich in lockerer familiärer Atmosphäre mit schwierigen Stücken, im Eröffnungskonzert etwa mit Olivier Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“ („Quartett für das Ende der Zeit“)  auseinandersetzen zu können, empfindet sie als „großes Geschenk“, das allerdings auch mit viel Arbeit verbunden sei. So proben die zwölf Musiker im Vorfeld dreimal drei Stunden am Tag und mehr. Dadurch dass man in diesem Jahr „back to the roots“ gehe, also Stücke nur für drei statt, wie zuletzt, für vier Konzerte ausgesucht habe, könne man alles etwas entspannter angehen, findet sie. Neben dem kammermusikalischen Schlüsselwerk von Messiaen, für das eigens Top-Klarinettist und Komponist Jörg Widmann, ein Schulfreund von Dávid Adorján, anreist, liegen ihr die drei Brahms-Trios besonders am Herzen. Erstaunt ist sie im Rückblick darüber, dass Schuberts  populäres Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“, beim Benefizkonzert am Samstag zu hören, noch nie auf dem Programm stand.

Auch Ulrich Grill, von Beginn an verantwortlich für die Organisation, freut sich auf eine „tolle Woche“, also nicht nur auf die drei Konzerte, sondern auch auf die Probentage, auf die Begegnung mit den Musikern. Für ihn ist jedes Festival eine neue spannende Herausforderung. Mit Kosten von etwa 25 000 Euro rechnet er in diesem Jahr, die der Förderverein  dank der Mäzene, die ihn großzügig unterstützen, gut stemmen kann. Die Musiker selbst verzichten aufs Honorar, die Stadt Göppingen übernimmt die Kosten für Konzertflügel und Plakate und leistet bei Bedarf organisatorische Hilfe.

Aber was wäre das alles ohne die vielen freiwilligen Helfer, allen voran Barbara Grill, die die Gäste jedes Jahr köstlich bewirtet. Unterstützt wird sie beim Catering von Elisabeth Meyer-Fezer und Helmuth Rillings Frau Martina. So gab’s etwa zur Begrüßung am Montagabend Sauerbraten mit Spätzle, am Dienstag „Elisabeths Quiche-Traum“ und gestern „Barbaras Maultaschen-Traum“, so die poetischen Formulierungen im sogenannten „Überlebensplan“, den jeder Musiker gleich zu Beginn ausgehändigt bekommt.

Und wer sich im Nacken verspannt fühlt, der kann sich im Hause Grill von Physiotherapeutin Christine Hauser massieren lassen, eigentlich eine naheliegende Idee von Ulrich Grill, der ja schließlich Facharzt für Orthopädie ist.

Kostenloser Shuttlebus zu den drei Konzerten

Konzertbeginn Die Konzerte in der Evangelischen Kirche Hohenstaufen beginnen um 19 Uhr, die Veranstaltung am Sonntag bereits um 17 Uhr. Mehr Infos unter www.hohenstaufen-festival.de. Da für die Konzertbesucher im Umfeld der Evangelischen Kirche fast keine Parkplätze zur Verfügung stehen, wird es wieder einen kostenlosen Shuttlebus geben, der sich 2015 bewährt hat. Der Bus fährt jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Fünf-Minuten-Takt vom Parkplatz am Sportplatz zur Kirche hoch. Ulrich Grill würde sich freuen, wenn dieser Service im Blick auf die Anwohner von der Stadt ein wenig finanziell unterstützt wird.

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