Fahrradrampe für Südseite des Bahnhofsteg

Der Göppinger Bahnhofsteg bekommt auch auf der Südseite eine Fahrradrampe. Sie wird über der Fils schweben. Die Fernbus-Haltestelle in der Jahnstraße wird verlegt.

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Über der Fils: So soll die neue Fahrradrampe auf der Südseite des Göppinger Bahnhofstegs einmal aussehen. Grafik: Architekturbüro Klaus von Bock

Der vor gut zehn Jahren gebaute Göppinger Bahnhofsteg wird nachgerüstet. Auf der südlichen Filsseite können die Radfahrer derzeit nur über eine umständliche und enge Abfahrt um das ehemalige Dienstleistungszentrum der Sparkasse herum fahren, um auf die Jahnstraße zu gelangen - oder sie müssen den Fahrstuhl benutzen. Die Rampe auf der nördlichen Seite der Jahnstraße war beim Bau aus Kostengründen gestrichen worden. Es habe sich aber gezeigt, dass für die Rampe ein Bedarf besteht, meinte Baubürgermeister Helmut Renftle jetzt im Gemeinderat, als er die Entwürfe vorstellte. Die Rampe sei zur Verbesserung der Situation der Radfahrer "zwingend notwendig". Sie sei auch Teil des Projekts "Radnetz Baden Württemberg",

Die neue Rampe soll sich in einer Art Zickzack-Bewegung von Filsufer zu Filsufer erstrecken und direkt auf die Jahnstraße einmünden. Mit dem insgesamt 65 Meter langen und drei Meter breiten Bauwerk wird auch die direkte Anbindung an die "Filstalroute Süd" geschaffen. Das Land hat deshalb in Aussicht gestellt, die Baukosten von etwa 350.000 Euro mit 150.000 Euro zu fördern. Baubürgermeister Helmut Renftle erklärte, mit diesem Entwurf müsse am Filsufer nicht gerodet werden. Dadurch, dass sich eine Art Plattform über dem Fluss ausbildet, wäre es sogar später möglich einen eventuellen Filsuferweg anzubinden. Den Lokalpolitikern gefiel der Entwurf. Wenn alles gut läuft, könnte die Rampe Ende 2016 fertig sein.

Die alte Unterführung, die unter den Bahngleisen hindurch führt, ist im übrigen noch erhalten, soll aber irgendwann zugeschüttet werden. Erst wenn das geschehen ist, könnte auch die alte Fußgänger-Filsbrücke abgebaut werden, so Renftle, denn Brücke und Unterführung seien konstruktiv miteinander verbunden.

Die Aufzüge an der Süd- und Nordseite des Stegs sind seit einiger Zeit in den Nachtstunden außer Betrieb. Die Stadt hatte sich wegen zunehmendem Vandalismus zu dem Schritt gezwungen gesehen, weil die Aufzüge nachts verschmutzt oder beschädigt wurden. Baubürgermeister Renftle sagte jetzt aber zu, die Fahrstühle versuchsweise wieder zu öffnen.

In der Jahnstraße tut sich in nächster Zeit noch mehr. Wenn die Industrie- und Handelskammer neben dem Parkhaus ihre neue Bezirksstelle baut, ist die bestehende Fernbus-Haltestelle der Grundstückszufahrt im Weg. Sie soll deswegen verlegt werden. Der Gemeinderat stimmte zu. Die Fernbusse halten künftig auf Höhe des ehemaligen Dienstleistungszentrums. Dabei soll die Haltestelle auch in der notwendigen Breite ausgebaut werden. Wartende oder ankommende Busfahrgäste können künftig unter den Arkaden des Gebäudes einen Wetterschutz finden.

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