Evangelisch-methodistische Kirche plant Gemeindezentrum

Die Evangelisch-methodistische Kirche plant an exponierter Stelle in der Ebersbacher Stadtmitte ein neues Gemeindezentrum. Es soll rund fünf Millionen Euro kosten und durch Spenden finanziert werden.

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In der Ebersbacher neuen Mitte, an der Fritz-Kauffmann-Straße, will die Evangelisch-methodistische Kirchengemeinde ein neues Gemeindezentrum errichten.  Foto: 

Es soll Credo heißen. Mitten in Ebersbach, beim Kauffmann-Areal, sollen zwei weitere markante Gebäude stehen. Die Evangelisch-methodistische Kirchengemeinde errichtet dort ihr neues Gemeindezentrum, das Stadtverwaltung und Kirchenvertreter jetzt vorstellten. Beide Seiten waren sich einig im gegenseitigen Lob der guten Zusammenarbeit im Vorfeld der Planungen, die vor eineinhalb Jahren begonnen haben.

Die Stadt Ebersbach sieht im geplanten Gemeindezentrum, das im Frühjahr 2015 begonnen und im Herbst 2016 fertiggestellt sein soll, nach Ansicht von Bürgermeister Sepp Vogler und Bauamtschef Markus Ludwig eine gute städtebauliche Verbindung und Anpassung zur Mitte von Ebersbach. Der Gemeinderat hatte am Dienstag dem Baukonzept, der Bauleitplanung und dem festgelegten Umfang des Baugrundstücks zugestimmt.

Die Vertreter der freikirchlichen Religionsgemeinschaft sehen in dem Projekt ihre Ziele verwirklicht, und sie wollen damit "für Transparenz nach innen und nach außen" sorgen. Ihre Sprecher und Mitglieder des Bauausschusses, Frank Weigele, Johannes Schäfer, Klaus Bai und Peter Hedrich, stellten zusammen mit dem Architekturbüro Eppler und Bühler das Projekt in seinen Details vor.

Wegen vorhandener Versorgungsleitungen auf dem Grundstück habe man zwei Gebäude planen müssen. Im einen soll der Gottesdienstsaal mit Bühnenraum und Empore "multifunktional" genutzt werden können, denn er biete Platz für 320 Besucher und Veranstaltungen wie Theater, Kabarett und Konzerte. Sie könnten von der Stadt oder von anderen Veranstaltern genutzt werden. Auch "ein Raum der Stille" sei geplant, der tagsüber für jedermann offenstehe.

Im südlichen Teil des zweiten Gebäudes sind Gruppenraum, Foyer, Küche und sanitäre Anlagen - alles barrierefrei - geplant. Die beiden oberen Geschosse und das Penthouse seien mit ihren 300 Quadratmetern als Wohnungen angedacht oder als Möglichkeit für eine ärztliche Gemeinschaftspraxis. Insgesamt sollen die Gebäude etwa so hoch werden wie die Kreissparkasse und im Untergeschoss sind zehn Stellplätze geplant. Für die etwa 250 Mitglieder der Freikirche werde das Projekt eine Zusammenführung der beiden Standorte Uhingen und Ebersbach bedeuten. Soziales Engagement, Gastfreundschaft und "ein ökumenisches Zeichen" sei ihnen wichtig. Und das Projekt, das etwa fünf Millionen koste, werde durch Spenden finanziert, da sie keine Kirchensteuer erheben. Ein weiteres Planungsgespräch zusammen mit einem Fachbüro für Stadtentwicklung sowie der Stadt Ebersbach und den Kirchenvertretern ist für Ende Juli geplant.

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