EU-Leuchtturm: Waren Zahlen nicht absehbar?

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Verblüfft waren Gemeinderäte in Zell, dass die Wirtschaftlichkeit des geplanten EU-Leuchtturmprojekts für regenerative Energien offenbar in Frage steht. Das soll sich nach vorläufigen Kalkulationen mit einer Biogas- und Biomasseanlage bei Heiningen herausgestellt haben, die das Kernstück bilden würde. Der Zeller Bürgermeister Werner Link bestätigte: "Da ist ein bissle was dran."

Wie könne man so ein Projekt über Jahre planen, ohne die Wirtschaftlichkeit hinreichend untersucht zu haben?, wollte Karl-Heinz Bachofer wissen. "Immer ist die Wirtschaftlichkeit angesprochen worden, sie wurde nie in Frage gestellt. Und jetzt gehen wir in die Zielgerade", schimpfte er.

Diese Frage treibt auch Horst Bäuerle um. "Wenn ich ein neues Projekt entwickle, muss ich sehen, obs sich rechnet." Michael Dreher malte die Folgen aus: "Wenn die ganze Planung in den Sand gesetzt ist, ist viel Geld verbraten." Bürgermeister Werner Link präzisierte: Die Planungskosten für 2011/12 lägen bei guten 100 000 Euro, bei einem Fördersatz von möglicherweise 80 Prozent, verteilt auf die zehn Voralbgemeinden, die das Projekt anpacken wollen. In die Vollen soll es erst ab 2013 gehen - falls die Voraussetzungen stimmen und der Bürgerentscheid von Heiningen und Eschenbach dies zulässt. Das wären dann über drei Millionen.

Der Schultes verteidigte die späte Untersuchung der Wirtschaftlichkeit. Die sei relativ schwierig zu bearbeiten im Hinblick auf steigende Energiepreise. Man brauche dazu auch den konkreten Fall: Wo soll der Standort sein, wie sieht die Erschließung aus, welche ökologischen Fragen sind damit verknüpft? Die Frage sei auch: Wolle man einen Eigenbetrieb, eine GmbH, wer ist Projektträger? Daran hingen auch steuerliche Fragen. Wie berichtet, wird das für den einzig verbliebenen Standort Heiningen durchgerechnet. Noch liegen öffentlich keine Zahlen vor, die seien in zwei, drei Wochen zu erwarten.

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