Eschenbacher Hütte schließt

Die Eschenbacher Hütte, beliebtes Ziel für Spaziergänger, Radler, Wanderer und Rentnertreffs, ist nur noch bis Ende Mai geöffnet. Die Wirtsleute hören altershalber auf. Nachfolger sind nicht in Sicht.

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Die Eschenbacher Hütte wird Ende Mai schließen, denn Carmello Fallo (rechts) und seine Ehefrau Antonia Fallo gehen in den Ruhestand. Neue Pächter sind noch nicht gefunden.  Foto: 

Der Einkehrschwung bei Carmello und Antonia Fallo in der Eschenbacher Hütte ist vielen Stammgästen zur lieben Gewohnheit geworden. Hier wird man stets herzlich empfangen und bekommt kühle Getränke, Kaffee, Kuchen, Pasta und frische Salate serviert. Dass das freundliche italienische Wirtehepaar nun altershalber aufhören will, macht viele traurig. Zum Beispiel Gaby Held, die neben der angenehmen Atmosphäre auch die gute Küche schätzt. „Carmello und Antonia sind das Herz der Albvereinshütte“, macht sie deutlich. „Sie haben die Wirtschaft überaus liebevoll betrieben und es hat einfach alles gepasst. Ein Jammer, dass sie gerade jetzt wo es Sommer wird, aufhören.“

Das schöne Wetter hat schon am Nachmittag viele Besucher angelockt und nun kommen die ersten Feierabendspaziergänger, um noch eine Weile gemütlich in der Sonne zu sitzen, die Aussicht zu genießen und sich ein bisschen verwöhnen zu lassen. Die Idylle lässt fast so etwas wie Urlaubsgefühl aufkommen. „Es ist einfach schön, ein angenehmes Ziel zu haben“, verraten zwei Frauen, die ihren Hund ausgeführt haben. „Hier trifft man immer jemand zum Schwätzen und man kann auch alleine herkommen.“

„Wir kommen jede Woche einmal her“, erzählen Angelika Thierer-Öchsle und Karin Geisler, die sich einen Cappuccino schmecken lassen. Für Karin Geisler, die auf einen Rollator angewiesen ist, hat die Strecke vom Parkplatz bis zum „Hüttle“ genau die richtige Länge. Sie freut sich jedes Mal über die familiäre Begrüßung des Wirtsehepaars, das ihr wenn nötig auch hilfreich zur Seite steht.

Die Frauen gönnen den beiden einerseits den wohlverdienten Ruhestand, andererseits bedauern sie sehr, dass nun alles anders werden soll. „Wir hoffen auf einen ebenso angenehmen Nachfolger und dass die Atmosphäre erhalten bleibt.“ Eine Stammtischrunde sieht es pragmatisch: „Es ist schon schade, aber der Ruhestand steht ihnen auch zu. Wenn der nächste Wirt gut ist, kommen wir wieder – wenn nicht, gehen wir zur Konkurrenz.

„Bis jetzt gibt es noch keinen Nachfolger, aber wir hoffen dass schnell einer gefunden wird“, sagt Carmelo Fallo und lässt den Milchaufschäumer zischen, während seine Frau in der Küche Hackfleisch für die „Bolognese“ anbrät. „Es wird uns schon fehlen“, gestehen sie „aber irgendwann muss man aufhören und wir haben ein ganzes Leben lang gearbeitet. Wir danken allen, die uns in den letzten Jahren unterstützt haben und vor allem auch den Gästen, die uns die Treue gehalten haben.“ Die Fallos wollen im Ländle bleiben und vielleicht sitzen sie ja bald gemütlich vor der Eschenbacher Hütte und lassen sich dann von den neuen Pächtern mal bedienen.

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