Es liegt was in der Luft

Der Frühling setzt sich nur zaghaft durch - Allergiker werden trotzdem schon von Pollen geplagt. Momentan blühen vor allem Hasel, Erle und Pappel.

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Blühenden Haselnusssträucher plagen Allergiker. Foto: Markus Sontheimer

So mancher mochte es nicht glauben: Während sich auf der Alb kürzlich die Wintersportler noch im Schnee vergnügten, kribbelte bei vielen die Nase - schuld waren allerdings nicht Erkältungsviren, sondern die Pollen des Haselnussstrauchs. Schon seit Januar hängen an den Zweigen die kleinen gelben Kätzchen, die bei vielen Niesattacken, Halskratzen und Augenjucken auslösen.

"Ja, die Heuschnupfen-Saison hat bereits begonnen", bestätigt der Geislinger Allergologe und Hautarzt Josef Fackler. Hasel- und auch Erlenpollen seien bereits im Januar unterwegs gewesen, noch den März über hätten Betroffene darunter sowie unter dem Blütenstaub der Pappel zu leiden, so Josef Fackler. Im April folgt dann unter anderem die Birke.

"Bei nicht wenigen Patienten schließt sich im Mai eine Allergie auf Gräserpollen an", erklärt der Geislinger Arzt. Gräser seien die weltweit häufigste Ursache von Heuschnupfen. Fackler stellt zudem fest, dass die Zahl der Allergiker von Jahr zu Jahr stark zunimmt.

Wer auf beides - Blütenstaub von Bäumen und Sträuchern sowie Gräserpollen - allergisch reagiert, hat von Januar bis September mit den typischen Symptomen zu kämpfen. Ohne Kortison und Antihistaminika, die Juckreiz und Niesattacken mildern, halten es viele nicht aus. In mittelschweren bis schweren Fällen empfiehlt Fackler eine Hyposensibilisierung, eine spezifische Immuntherapie. Vollständige sofortige Linderung gibt es aber nicht: Die Therapie dauert drei Jahre. Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte zudem im Herbst mit der Therapie beginnen - dann ist das Immunsystem im nächsten Frühjahr gut gerüstet.

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