Ermittlung läuft auf Hochtouren Gewaltsamer Tod einer Göppingerin: Polizei rechnet mit Ergebnissen bis Monatsende

Im Fall der getöteten Göppingerin rechnet die Staatsanwaltschaft bis Monatsende mit Ermittlungsergebnissen. Sie setzt weiter auf Zeugenaussagen von Passanten. Der Tatverdächtige sitzt in U-Haft.

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Im Gebäude der Geislinger Firma Hella wurde die Leiche der Göppingerin gefunden, die vier Wochen lang vermisst worden war. Foto: Roderich Schmauz

Kreis Göppingen - Die Ermittlungen im mutmaßlichen Tötungsfall einer 41-jährigen Frau aus Göppingen, deren Leiche am 30. März in einem Kellerraum der Geislinger Firma Hella gefunden wurde, laufen auf Hochtouren. Der Tatverdächtige, der Ex-Freund der Frau, sitzt inzwischen in Untersuchungshaft, die Staatsanwaltschaft rechnet - je nach Fortgang der Ermittlungen - in zwei bis zweieinhalb Wochen mit greifbaren Ergebnissen.

Ob sich der 43-Jährige aus Salach, der im Verdacht steht, die Frau vier Wochen zuvor, also am 26. Februar, erstickt zu haben, bereits weitergehend zu der Tat geäußert hat, bleibt unklar - ebenso wie andere Details. Bislang scheint sicher, dass der Salacher nach eigener Aussage die Frau mit Kabelbindern gefesselt, ihr einen weiteren um den Hals gelegt und sie in den Kofferraum seines Autos gesperrt hatte. Die Frau erstickte - ob durch Erwürgen oder aber durch die Strangulation mit dem Kabelbinder, ist weiter offen.

"Wir befinden uns durchaus noch in einer heißen Phase", sagt Oberstaatsanwalt Rainer Feil aus Ulm: "Es handelt sich hierbei um keinen Fall, der von vornherein klar ist, bei dem alle Fakten offensichtlich auf dem Tisch liegen. Deshalb muss gründlich ermittelt werden." Was laut Feil auch der Grund dafür ist, warum die Informationen von Seiten der Staatsanwaltschaft, wenn überhaupt, dann nur sehr spärlich an die Öffentlichkeit dringen. "Dafür bitten wir um Verständnis", so Rainer Feil.

Der Fall war ins Rollen gekommen, nachdem der Tatverdächtige seiner Ehefrau - diese lebt in Geislingen - gestanden hatte, die 41-Jährige getötet zu haben. Die Frau ging zur Polizei. Die Beamten fanden die Leiche daraufhin im Keller der Firma. Der Tatverdächtige bestritt die Vorwürfe gegenüber der Polizei zunächst.

Derzeit warten die Ermittler noch darauf, ob nach dem jüngsten Zeugenaufruf weitere Hinweise eingehen. Hintergrund: Der Tatverdächtige und das Opfer sollen am 26. Februar, einem Sonntag, sowohl in der Nähe des Bartenbacher TSV-Heims als auch auf dem Parkplatz unweit des ehemaligen Adelberger Wellenbads aufgehalten haben und womöglich in einen Streit um das Sorgerecht für das gemeinsame, vierjährige Kind verwickelt gewesen sein, den auch Passanten mitbekommen haben könnten. Von diesen Zeugen - darunter ein Spaziergänger mit Hund sowie einige Radler - erhofft sich die Kripo weitere Informationen, die bei der Aufklärung des Falles helfen könnten.

Das sei auch der Grund für die zögerliche Informationspolitik, wie Feil erläutert: "Mögliche Zeugen können durch solche Informationen bei ihren Aussagen beeinflusst werden und diese nicht mehr objektiv sein." Wer weitere Angaben zu dem Fall machen kann, den bittet Feil eindringlich, sich bei der Polizei zu melden, Telefon: (07161) 63 20 50.

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