Erinnerungen an den Schockensee

Erwin Singer wirft einen Blick in die Göppinger Geschichte. Am Montag wiederholt er seinen Vortrag über das Schockenseegelände und zeigt die Entwicklung zwischen 1896 bis heute auf.

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Seine Vorträge sind ein Publikumsmagnet. Wenn Erwin Singer einen Blick zurück in die Geschichte wirft, fehlt es ihm nicht an Zuhörern. Sein letzter Vortrag über das Schockenseeglände in Göppingen war so überlaufen, dass nicht alle Interessenten einen Platz bekamen. Deshalb wiederholt er den mit vielen Bilder gespickten Vortrag am Montag, 24. September, 19 Uhr, in der Volkshochschule Göppingen.

Das Schockenseegelände hat eine über 110-jährige Geschichte und fasziniert die Göppinger immer noch. Der See, genannt nach der Familie Schock, die Gaststätte "Zum Schockensee" und die beiden Säle mit 1000 Sitzplätzen wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch viele attraktive Veranstaltungen zum Kultur- und Freizeitzentrum von Göppingen. Die Familie Schock bewirtschaftete das Areal über zwei Jahrzehnte.

Unter Markus (Max) Rau erlebten Gaststätte und die Säle ab 1928 eine neue Blüte und es entstand ein neuer gesellschaftlicher, kultureller und politischer Mittelpunkt in Göppingen. Nachdem der Bau der Stadthalle 1952 beschlossen wurde, musste man nach einem neuen Maientagsgelände Ausschau halten. Die Kommunalpolitiker entschieden sich für das Auffüllen des Schockensees. Das Gelände war so weitläufig und verkehrtechnisch gut erschlossen, dass dort das neue Stadtbad gebaut wurde, das 1963 eröffnet wurde. Die Hohenstaufenhalle kam vier Jahre später hinzu. Diese wurde 2009 zur EWS-Arena erweitert. "Der Verlust des Schockensees und der Wegfall der nahe gelegenen 360 Schrebergärten waren natürlich für viele Göppinger sehr schmerzlich," sagt Singer, der in mühevoller Arbeit das Material zu seinem Vortrag zusammengetragen hat. Heute ist das frühere Kultur- und Freizeitzentrum Schockensee ein modernes Kultur- und Sportzentrum.

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