Erinnerung an Peter Rohland in Rudolstadt

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Beim Tanz- und Folkfest in Rudolstadt (tff) wurde auf vielfältige Weise an Peter Rohland erinnert. Das tff, das größte Weltmusik-Festival in Deutschland - 87 000 Besucher kamen am ersten heißen Juli-Wochenende in die alte thüringische Residenzstadt - bot unter anderem eine Ausstellung der Peter-Rohland-Stiftung, einen Vortrag über Peter Rohland und die Festivals auf der Burg Waldeck, Lieder aus dessen Repertoire zum Mitsingen und ein Projekt "Pitters Lieder".

Peter Rohland war maßgeblich am deutschen Folk-Revival der 60er Jahre beteiligt. Er war Sänger, Liedermacher und Volksliedforscher. 1933 in Berlin geboren, starb er 1966 im Alter von nur 33 Jahren in Freiburg an einer Hirnblutung.

1945 zog seine Familie nach Göppingen, und hier legte er, 1954, im Hohenstaufen-Gymnasium sein Abitur ab. Er engagierte sich in der Schwäbischen Jungenschaft, einem Jugendbund, der zur bündischen Jugend gezählt wird. Früh lernte er die Klampfe zu spielen. Er hatte eine tragende Stimme, und bald sang er nicht nur mit, sondern trug vor. Wieder in Berlin, fing er an, mit seinen Liedern Stellung zu beziehen. 1964 war er Mitbegründer des Liedermacher- Festivals auf Burg Waldeck, auch 1965 trat er dort auf. Bei vielen Musikhistorikern gilt Rohland als der erste deutsche Liedersänger, der das "bleierne Schweigen" der Nachkriegszeit zur Judenverfolgung der Nazis zu durchbrechen.

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