Elefanten sind die Stars in der Manege

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Elefanten sind die Stars in der Manege.  Foto: 

Zwischen Zugmaschinen, Anhängern und Campingwagen ragen im Stauferpark zwei blau-gelbe Zeltdächer gen Himmel. Alles ist vorbereitet für die Vorstellung. Vor dem Zelt beschäftigen sich drei indische Elefantendamen mit allerhand Spielzeug. Leika, Limara und Seila sind seit Kindertagen im Circus Belly-Wien und gehören mit ihren 40 bis 45 Jahren zu den älteren Artisten. „Mit ihnen braucht man nichts mehr zu üben“, sagt Zirkusdirektor Roman Zinnecker. „Die können alles auswendig.“ Zusammen mit zweien seiner Enkelkinder führt er die Elefantendamen auf dem Herbert-König-Platz eine Runde spazieren und füttert sie mit Salat und Mohrrüben.

Als sich die Tiere den einen oder anderen Happen von den jungen Bäumen genehmigen, die dort am Rand stehen, versuchen die Kinder die mächtigen Tiere zurück zu schieben. Zwerge gegen Goliath – ein sinnloses Unterfangen. Ein kurzer Ruf von Roman Zinnecker und schon trotten die Tiere brav zurück. Im Zirkuszelt werden sie zum Rhythmus von Musik zeigen, wie viel Rüsselspitzengefühl und imposante Eleganz in ihnen steckt. „Unser Zirkus zeigt unter dem Motto ,Menschen, Tiere, Sensationen’, was traditionell im Zirkus erwartet wird“, verrät Zirkus-Pressesprecher Andreas Meyer. Zirkusliebhaber dürfen sich also auf Akrobatik, Clownerie, Jonglage; Drahtseilakte, Körperverbiegungen und Tiernummern freuen.

Der Circus Belly-Wien gehört mit 900 Sitzen unter der Zirkuskuppel zu den großen der Branche. Direktor Roman Zinnecker, der mit dem Zirkus aufgewachsen ist, betreibt das Unternehmen in siebter Generation. Derzeit gehören 35 Menschen aus sieben Nationen und fünf Tierarten zur „Zirkusfamilie“. Um die 40 Städte bereist der Zirkus jährlich. Die letzten 15 Jahre ist er durch die Niederlande getourt, davor durch Österreich. Beide Länder haben inzwischen Wildtiere im Zirkus verboten und auch in Deutschland machen sich Tierschutzorganisationen für Gesetze gegen Wildtierhaltung in Zirkussen stark.

Circus Belly-Wien geht mit dem Problem offen um. „Die Tiere gehören bei uns zur Familie und werden ordentlich und vorschriftsmäßig gehalten“, erklärt Andreas Meyer. „Unsere Elefanten sind ja schon seit dem Babyalter bei uns und kennen gar nichts anderes. Außerdem werden wir in jeder Stadt vom Veterinäramt kontrolliert.“

Am Samstag haben Besucher Gelegenheit, sich ein Bild zu machen. Anlässlich des World-Circus-Day lädt der Zirkus von 10 bis 13 Uhr zum kostenlosen Tag der offenen Tür ein und gewährt Blicke hinter die Kulissen, öffentlichen Dressur- und Artistenproben sowie Kinderschminken.

Wer durch das Gelände streift, wird auch die „Schule für Zirkuskinder“ entdecken. „Zirkuskinder gehen heute nicht mehr alle paar Tage in eine andere Schule“, erklärt Meyer. „Es gibt in den Kreisen und Regionen spezielle Zirkuslehrer. Die kommen dann und unterrichten die Kinder zwischen Wohnwagen und Manege.“

Info Vorstellungen sind heute und am Samstag um 16 und 19 Uhr, Sonntag um 11 und 16 Uhr sowie Montag um 14 Uhr. Am Samstag lädt der Zirkus von 10 bis 13 Uhr zu einem kostenlosen Tag der offenen Tür ein.

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