Einst 10 000 Menschen beherbergt

Der Landkreis Göppingen birgt hunderte von Kulturdenkmalen - prunkvolle ebenso wie eher unscheinbare. In unserer Rätselsommerserie testen wir das Wissen unserer Leser. Für die richtige Lösung winkt ein Preis.

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Das in der heutigen Ausgabe gesuchte Gebäude hat eine wechselvolle Geschichte. Es wurde 1935/36 unter der Leitung des Luftgaukommandos München-Süd errichtet.

Die weitläufige Anlage gehört damit zu den frühesten Beispielen dieser Art von Bauten nach Hitlers Machtergreifung.

Später zog eine Schule für den Offiziersnachwuchs der Luftwaffe ein. Die US-Besatzungsmacht errichtete auf dem Gelände ein Lazarett für Kriegsgefangene, das bis 1947 bestand und zeitweise 10 000 Personen beherbergte.

Es folgte ein kurzes Zwischenspiel als Krankenhaus für Kriegsversehrte und kranke Wehrmachtsangehörige. Als Zentralklinikum wurde die Anlage später sogar zum damals größten Krankenhaus Südwestdeutschlands.

Im Jahr 1951 zog dann eine Einrichtung in die Kasernengebäude ein, die derzeit reformiert werden soll und deshalb speziell in Göppingen seit Monaten in aller Munde ist.

Die Anlage ist noch fast vollständig und mit nur wenigen Veränderungen im Detail erhalten. "Besonders bemerkenswert sind einige Ausstattungsstücke im ehemaligen Kasino wie rustikale Holzbalkendecken, Holzvertäfelungen, Kaminzimmer, neugotischer Bierkeller mit Kreuzrippen und Kapitellen aus Sandstein", schreibt das Landesdenkmalamt in seiner Begründung der Schutzwürdigkeit der Anlage.

Der für die Architekturauffassung der 30er Jahre typische Trakt besteht aus ein- bis zweigeschossigen Unterkunfts- und Verwaltungsgebäuden sowie Sonderbauten wie Pforten, Kantinen, Spital und Kasino, jeweils mit Sattel- oder Walmdächern, sowie ebenfalls ein- bis zweigeschossigen Werkstatt-, Lager- und Garagengebäuden mit leicht geneigten Flachdächern.

Gesucht wird die frühere Bezeichnung, die eng mit dem einstigen Zweck der Anlage verknüpft ist.

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