Eine tolle Entwicklung

Anlässlich des bundesweiten Budgettages hat die Lebenshilfe Göppingen in Kooperation mit der Gemeinsamen Servicestelle für Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (DRV) eine Talkrunde veranstaltet.

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Zahlreiche Interessierte waren zur Talkrunde "Vier Jahre Persönliches Budget" ins Bürgerhaus Göppingen gekommen. Foto: Privat

Hans-Peter Gramlich, Sozialdezernent des Landkreises Göppingen, begrüßte alle Interessierten im sehr gut besuchten Bürgerhaus und eröffnete die Talkrunde zum Thema "Vier Jahre Persönliches Budget - eine Erfolgsgeschichte? Bisherige Erfahrungen - Erwartungen für die Zukunft".

Zu ihren bisherigen Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget äußerten sich Budgetnehmer und ihre Angehörigen, Vertreter des Kreissozialamtes und der Agentur für Arbeit in der Rolle der Leistungsträger, die Beratungsstelle Persönliches Budget der Lebenshilfe Göppingen und die Gemeinsame Servicestelle für Rehabilitation, in der Rolle der Beratungsstellen, sowie Vertreter von Viadukt e.V. und der Lebenshilfe Göppingen, als Anbieter zur Erbringung von Leistungen für das Persönliche Budget.

Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass das Persönliche Budget für Menschen mit Beeinträchtigungen ein großer Schritt in Richtung Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Unabhängigkeit darstellt. So berichteten Betroffene von den größeren individuellen Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten in ihre Leistungen der Eingliederungshilfe, die sich ihnen durch das Persönliche Budget nun eröffnen. Als Experten in eigener Sache entscheiden sie selbst, welche Hilfen für sie am Besten sind und "kaufen" sich diese mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Geldbetrag ein.

Die Vertreterinnen von Kreissozialamt und Agentur für Arbeit stellten eine stetige Zunahme von Anträgen und Bewilligungen in den vergangenen vier Jahren fest. Auch aus ihrer Sicht stellt das Persönliche Budget und damit die Selbstgestaltung der Hilfeform eine große Bereicherung dar.

Die Unterstützung bei der Antragsstellung zum Persönlichen Budget durch die Beratungsstellen der Lebenshilfe oder auch der Gemeinsamen Servicestelle für Rehabilitation der DRV erleichtert die Orientierung innerhalb des Leistungsrechts und wurde für eine Budgetplanung als sehr hilfreich erlebt.

In der Schlussrunde bestätigten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion wie und die Besucher, dass das Persönliche Budget in den vergangenen vier Jahren eine tolle Entwicklung genommen habe und ein inzwischen ein absolut wirksames Instrument personenzentrierter Hilfeplanung, zur Förderung von Integration behinderter Menschen in unser Gemeinwesen und schließlich zur Verwirklichung von Inklusion ist.

Einen Wunsch hatten die Beteiligten schließlich auch noch: Der Abbau von bürokratischen Hürden, leichte Sprache im Antragverfahren und mehr Information und Vernetzung.

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