Eine Lese-Rente für die Leseratte

Silvia Späth ist jetzt stolze Besitzerin eines "Literarischen Rentenausweises". Die Göppingerin hat bei einer Aktion der Buchhandlung Herwig den Hauptgewinn geholt: jeden Monat ein Taschenbuch.

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Freuen sich über viele Bücher: Hauptgewinnerin Silvia Späth (li) sowie die Sieger Sebastian Sommer (Mitte) und Johannes Frühbauer (re). Till Herwig und Filialleiterin Katharina Knaus begleiteten die Aktion. Foto: Giacinto Carlucci

"Mein Mann sagt, es hat die Richtige getroffen", meint Silvia Späth und strahlt. Die 44-jährige Göppingerin hat seit Freitag einen "Literarischen Rentenausweis" im Geldbeutel. Das heißt, sie bekommt bis an ihr Lebensende jeden Monat ein Taschenbuch ihrer Wahl geschenkt - "beziehungsweise so lange es Bücher und die Buchhandlung Herwig gibt", schränkt Geschäftsführer Till Herwig ein.

Die Buchhandlung hatte im Internet eine Aktion gestartet: Kunden sollten sich literarisch betätigen und an einem Endlos-Gedicht schreiben. Genau 547 Teilnehmer haben mitgedichtet, was das Zeug hält, und sich namentlich registriert. Nachdem die Frist am 31. Dezember abgelaufen war, losten Till Herwig und seine Mitarbeiter die Gewinner aus. Der Hauptpreis - jene LeseRente - geht an Silvia Späth. Über Bücher-Gutscheine können sich zudem Johannes Frühbauer, Sebastian Sommer, Filomena Behrendt und Manuela Schoppa freuen. "Wir haben bei der Auslosung nicht nach dem Alter geschaut", sagt Till Herwig schmunzelnd und erzählt, dass bei der gleichen Aktion in seiner Aalener Buchhandlung damals ein vierjähriges Kind den "Literarischen Rentenausweis" gewonnen habe.

Nun kommt Silvia Späth in den Genuss, ihr Bücherregal jeden Monat aufzustocken. "Ich bin eine richtige Leseratte", meint die Göppingerin. Wenn sie mit der Familie - oft mit dem Wohnmobil - nach Italien oder Frankreich in den Urlaub fährt, hat sie für jeden Tag einen Schmöker dabei. "Ich liebe Krimis und Kochbücher", erzählt sie, aber auch historische Romane verschlingt die 44-Jährige. Krach gebe es wegen ihrer Lesewut in den Ferien nicht: "Mein Mann und mein jüngster Sohn lesen auch sehr viel." Und was passiert, wenn die Regale zu Hause zu sehr ächzen und stöhnen? "Dann kann man ja das eine oder andere Buch verkaufen oder verschenken", meint die Siegerin.

Das Endlos-Gedicht, das Silvia Späth diese Leserente beschert hat, wird demnächst ausgedruckt und veröffentlicht, kündigt Till Herwig an. Eine solche Neuauflage für Hobby-Dichter ist nicht geplant.

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