Ein herrschaftliches Museum

Das Schlossmuseum Ellwangen lohnt immer einen Besuch. Gerade jetzt ist er besonders attraktiv: Die Museumsräume sind nach einer umfassenden Sanierung seit Herbst wieder zugänglich.

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  • Auch von außen sehenswert: Der aus dem 17. Jahrhundert stammende Innenhof des Schlosses ob Ellwangen gilt als Meisterwerk der Renaissance. 1/2
    Auch von außen sehenswert: Der aus dem 17. Jahrhundert stammende Innenhof des Schlosses ob Ellwangen gilt als Meisterwerk der Renaissance.
  • Die Barockkrippe mit Darstellung der Hochzeit von Kana gehört zu den schönsten Krippen im schwäbischen Raum. Das kleine Kunstwerk kann im Schloss ob Ellwangen bewundert werden. Fotos: © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg 2/2
    Die Barockkrippe mit Darstellung der Hochzeit von Kana gehört zu den schönsten Krippen im schwäbischen Raum. Das kleine Kunstwerk kann im Schloss ob Ellwangen bewundert werden. Fotos: © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
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Passend zur Adventszeit können die Besucher zwei große Rokokokrippen mit mehr als 100 Figuren bestaunen. Die einstigen Repräsentationsräume des Fürstpropstes von Ellwangen, eines mächtigen Kirchenfürsten, sind noch bis zum 11. Januar zu besichtigen: Dann beginnt die Winterpause.

Die große und weitläufige Anlage des Schlosses ob Ellwangen ist weithin sichtbar Stein gewordenes Zeichen der herausragenden Stellung der Fürstpröpste. Sie waren sowohl mit weltlicher als auch kirchlicher Macht ausgestattet. Was das bedeutet, lässt sich im Schloss bis heute erleben und verstehen. Die Appartements, die Sammlungen im frisch sanierten Museum, der elegante Arkadenhof und die Schlosskapelle - all das erzählt nicht nur von einer recht weltlichen Hofhaltung der Kirchenfürsten, sondern macht auch die Aufgaben dieser Landesherren im Osten des heutigen Baden-Württemberg deutlich. Heute gehört die monumentale Anlage zu den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg.

Das Zentrum des Schlossmuseums ist der Thronsaal. Herzog Friedrich von Württemberg hatte hier - im ehemaligen Speisesaal der Fürstpröpste - im Jahr 1803 zum Zeichen seiner neuen Macht als Kurfürst einen württembergischen Thron aufstellen lassen. Auf ihm regierte Friedrich - seit 1806 sogar als König von Württemberg. Als König der vereinten Landesteile Neu- und Alt-Württemberg verlegte Friedrich seine Residenz zurück nach Stuttgart. Der Thronsessel blieb und ist heute noch im Festsaal des Ellwanger Schlosses zu bewundern.

Im Schlossmuseum, heute vom Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen betreut, gibt es noch mehr zu entdecken: Eine Sammlung von rund 30 Puppenstuben gewährt detailgenaue Einblicke in die Lebenswelt des 19. Jahrhunderts. Zwei Rokokokrippen mit mehr als 100 Figuren, Altarbilder und kleine Hausaltäre erzählen von der Frömmigkeit in früherer Zeit. Keramik der nahen Fayencemanufaktur und Erzeugnisse der Wasseralfinger Eisenerzwerke belegen die Wirtschaftskraft der Region. Am Wohlstand der Fürstpropstei lässt auch der mit Arkaden geschmückte Innenhof keinen Zweifel. Er wurde Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut und gilt als Meisterwerk der Spätrenaissance.

Info Die Außenanlage von Schloss Ellwangen ist tagsüber frei zugänglich. Das Museum ist noch bis einschließlich 11. Januar geöffnet. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 14 bis 17 Uhr, Samstag 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, Sonntage und Feiertage 10.30 bis 16.30 Uhr. Infos: www.schlossmuseum-ellwangen.de

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