Ein echt mieser Tag

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Was schiefgehen kann, geht auch schief. Murphys Gesetz schlägt voll zu bei dem elfjährigen Alexander Cooper (Ed Oxenbould). Hier steckt er gerade sein Klassenzimmer in Brand.  Foto: 

Wenn man denkt, schlimmer kann es nicht mehr kommen und es kommt noch schlimmer, dann fühlt man sich wohl in etwa so, wie es dem elfjährigen Alexander geht. Das zumindest scheint der Titel der Chaos-Komödie "Die Coopers - Schlimmer geht immer" zu versprechen.

Aber zum Äußersten kommt es dann doch nicht, es hätte schon noch schlimmer kommen können. Alexander und seine Familie werden zwar einen ganzen Tag lang in der Tat vom Pech verfolgt. Der Film ist überdreht, mit Gags gespickt und mit Klischees durchsetzt. Doch die Familienfarce mit Steve Carell (52) und Jennifer Garner (42) als herrlich gestresste Film-Eltern ist flott und heiter und kommt ohne richtig fiesen Witz und derbe Häme aus, unter die Gürtellinie gehen die Missgeschicke niemals.

"Alexander and the Terrible, Horrible, No Good, Very Bad Day" ist der englische Filmtitel nach dem gleichnamigen Kinderbilderbuch der US-amerikanischen Autorin Judith Viorst. In Deutschland heißt das Buch "Alexander und der mistige Tag". Als deutschen Kino-Titel haben sich die Macher nun "Die Coopers - Schlimmer geht immer" ausgedacht. Das geht dann doch eher ins Reißerische und prophezeit eine ganze Menge Chaos und Action.

Im Mittelpunkt steht aber nach wie vor der kleine Pechvogel Alexander, gespielt von dem australischen Leinwandneuling Ed Oxenbould, der mit 13 Jahren nur ein wenig älter ist als seine Filmfigur. Am Tag vor dessen 12. Geburtstag geht wie gesagt alles schief: Los geht es damit, dass er mit Kaugummi im Haar aufwacht. Dann macht ein peinliches Foto die Runde und im Chemieunterricht steckt er auch noch das Klassenzimmer in Brand.

Aber das ist bei Weitem nicht alles. Seine Eltern Ben und Kelly Cooper und die älteren Geschwister Anthony und Emily sind ganz mit sich beschäftigt, Alexander und seine Nöte scheinen ihnen ziemlich egal zu sein. Völlig frustriert wünscht sich Alexander, dass auch sie vom Pech verfolgt werden. Sein Wunsch soll in Erfüllung gehen und prompt geht im Leben der Eltern und Geschwister alles schief.

Der Papa verpatzt das Jobinterview, Anthony die Führerscheinprüfung. Die Mama blamiert sich auf der Arbeit, Emily bei der Schulaufführung. Und das Baby Trevor rastet aus, als sein Lieblingsschnuller verschwindet. Das Chaos ist perfekt, das Leben der Coopers steht Kopf. Doch jede Disney-Komödie hat ein Happy End, so auch diese. Das Fazit: Ein mieser Tag ist nur halb so schlimm, wenn man das Unglück teilt.

US-Regisseur Miguel Arteta bewies schon in seiner Erwachsenenkomödie "Willkommen in Cedar Rapids" einen liebevollen Charme. Jetzt macht er die Coopers zu menschlichen Durchschnittsbürgern, die man über die kurze Filmlänge von 81 Minuten hinweg gut ertragen kann.

Comedy-Meister Carell gibt an der Seite seiner strebsamen Leinwandgattin einen liebenswerten Hausvater ab. Weniger strahlende Gute-Laune-Gesichter wären allerdings mehr gewesen. Die Coopers sind trotz aller Pannen zu gut drauf, als dass man dieser chaotischen Familie einen wirklich schrecklichen Tag abnimmt.

Auf einen Blick vom 9. April 2015

Die Coopers - Schlimmer geht

immer

USA 2014, 81 Min., FSK 0

Regie: Miguel Arteta

Darsteller: Steve Carell, Jennifer Garner, Ed Oxenbould

Kurzinhalt Bei den Coopers ist das Chaos perfekt. Der elfjährige Alexander wird vom Pech verfolgt, bald geht auch im Leben seiner Familie alles schief. Komödien-Star Steve Carell und seine Kollegin Jennifer Garner geben herrlich strapazierte Eltern ab. Trotz aller Missgeschicke hat die Disney-Komödie natürlich ein Happy End.

SWP

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