Ein Dorf öffnet den Blick für die Kunst

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Es ist angerichtet: Bereits zum siebten Mal seit 2005 gibt es am Sonntag, 10. September, „Kirbe & Kunst“ in Oberwälden.  Foto: 

Zum sieben Mal seit dem Jahr 2005 findet am Sonntag wieder das Kunst- und Kulturprojekt „Oberwälder Kirbe & Kunst im Dorf“ statt. Im Großen und Ganzen habe das Wetter immer mitgemacht. „Warum also nicht auch dieses Mal?!“, meint Roswitha Walenczyk. 2005 hatte die Wangener Künstlerin die Idee, ein ganzes Dorf in eine offene Kunst-Galerie zu verwandeln.

Was mit sieben Künstlern in drei Scheunen begann, hat sich inzwischen zu einer Veranstaltung mit 45 Künstlern und Künstlergruppen und drei Musikgruppen auf 27 Plätzen entwickelt. „Und wäre die Oberwälder Dorfgemeinschaft nicht hinter diesem Fest um Kunst und Kirbe gestanden, hätte sich nicht damit identifiziert, wäre es eine einmalige Angelegenheit geblieben“, versichert Roswitha Walenczyk. Inzwischen werden ihr von den Oberwäldenern selbst weitere Ausstellungsorte angeboten, so dass sie nicht mehr danach suchen muss.

Auch die Anzahl der mitwirkenden Künstler ist von Mal zu Mal größer geworden. Etwa zwei Drittel sind gegenüber dem letzten Mal neu hinzugekommen. In diesem Jahr haben sich Künstler auch aus Bad Wurzach, Berlin und Dresden angemeldet. Dennoch, so betont die Malerin Walenczyk, soll der regionale Charakter, das Heimische im Vordergrund bleiben. Wenn sich ein ganzes Dorf im wahrsten Sinne des Wortes für Kunst öffnet und Garagen- und Scheunentore für Ausstellungen räumt, weit auf macht und zum Besuch einlädt, wird das Bodenständige erkennbar.

Was neben der Kunst zum leiblichen Konsum angeboten wird, ist ebenfalls heimisch. Das Fleisch für Gegrilltes stammt aus der Region. Am Vortag bereits werden vor Ort Holzofenbrote gebacken. Und Eintopf, Zwiebelkuchen und schwäbische Pizza stehen ebenfalls auf dem Speiseplan. Pommes frites freilich sind verpönt. Es gibt Kaffee und Kuchen und ein spezielles Kinderprogramm. Zum Auftakt gibt es um 10 Uhr eine „Schwäbische Kirch’ zur Kirbe“ vom früheren Ortspfarrer Friedemann Binder. Eine Stunde später dann ist die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Daniel Frey, umrahmt von der Dixie-Jazz-Band Nonnos. Auch da wirkt Pfarrer Binder mit. Um 13 Uhr tritt die Band Opportunity mit Acoustic Soul in der Kirche auf, und Batuhfua ist mit Klezmer Jazz im ganzen Dorf unterwegs.

„Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt“, verspricht Roswitha Walenczyk, „und um 18 Uhr ist Schluss“. Ob aber bis dahin Kaffee, Kuchen und Holzofenbrot ausreichen werden, kann die Organisatorin dann aber doch auch nicht garantieren. Vor zwei Jahren war der Kaffee frühzeitig zu Ende gegangen, und für die insgesamt 37 Kuchen und 100 Holzofenbrote kam ebenfalls das vorzeitige Aus.

Gezeigt werden Malerei, Stein-, Stahl- und Holzarbeiten, Papier-, Filz-, Keramik- und Glaskunst, Foto- und Videokunst von folgenden Künstlern (gegliedert nach Standorten auf dem Rundgang): Werner Göggelmann, Bernd Müller, Hans Czinsky, Pia Pisch, Ingrid Haar, Heike Maier, Karina Salb, Veronika Knoblauch, Claudia Capiello, Gudrun Dörfler-Wißkirchen, Annette Schmelzle-Böhmländer,, Karin Strobel, Karin Helm, Christel Fuchs, Verena Junghans, Sabine Fleischmann, Peter Diedenhofen, Sonja Bressmer, Detlev Schorlau, Hatmut Väth, Moni Plach, Lilo Hörsch, Gertrud Mühlberger, Iris Kölle, Ekkehart Markardt, Simone Schumann, Inge Czemmel, Christiane Bstock, Silvia Wolf, Marianne Grundstein, Jochen und Verena Riehe, Amy Weber, Gerhard Stahl, Uwe Mayer, VHS-Fotoclub Rechberghausen, Dietmar Gürtler, Roswitha Walenczyk, Jörg F. Zimmermann, Hermann Petersohn, Britta Ischka, Franziska Kunath, Anna Gorsleben, Felix Kalt, Bruno Nagel.

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