Ein bisschen Kosmetik für die Stadteinfahrt

Das Land saniert den östlichen Teil der Ebersbacher Ortsdurchfahrt. Die Kommune bekommt Radwege und hat darüber hinaus die Chance, das Ortsbild aufzuwerten und die Verkehrssituation zu verbessern.

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Beidseitig parkende Lastwagen und Pkw sollen in der Ebersbacher Stuttgarter Straße bald der Vergangenheit angehören.  Foto: 

"Das ist ein großes Glück für die Stadt." Werner Hauser, Mitarbeiter des Ebersbacher Bau- und Umweltamtes, präsentierte den Stadträten in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats einen "angenehmen" Tagesordnungspunkt. Das Land erneuert in der Stuttgarter Straße - eine Landesstraße - den Belag und legt außerdem in beiden Fahrtrichtungen Schutzstreifen für Radfahrer an. "Wir wussten bis zuletzt nicht, ob das klappt", erklärte Hauser, der vermutet, dass gerade das Thema Radfahren die Finanzierung des Vorhabens beschleunigt hat. Denn bekanntlich hat sich die grün-rote Landesregierung dem Ausbau des Radwegenetzes verschrieben. Die Stadt will die Gelegenheit auch dazu nutzen, um die Stuttgarter Straße aufzuhübschen. Der Gehweg an der Nordseite soll rekultiviert und mit der bestehenden Böschung entlang der Lärmschutzwand der Bahnlinie zu einer Pflanzfläche verschmelzen.

Das Vorhaben kommt auch der Radwegekonzeption entgegen, die die Stadt im vergangenen Jahr erstellt und zum Teil bereits umgesetzt hat. Die Fahrbahnerneuerung bietet der Kommune noch weitere Vorteile. "Wir haben die Chance, die Verkehrssituation in der Stuttgarter Straße deutlich zu verbessern", erklärte Bürgermeister Sepp Vogler. Diese ist zurzeit noch geprägt von beidseitig parkenden Fahrzeugen, darunter zur Firma Eurofoam gehörende Lastwagen, die das Bild der östlichen Stadteinfahrt nachhaltig prägen. Damit soll künftig zumindest zum Teil Schluss sein. Denn das an der Stuttgarter Straße ansässige Unternehmen möchte, dass die Lkw nur noch im Bereich der Hauptzufahrt an der Südseite der Straße parken. Ein Anliegen, das der Stadt durchaus entgegenkommt. Will Eurofoam doch im Gegenzug im Gentenried einen Mitarbeiterparkplatz anlegen und nimmt dafür, laut Hauser "250 000 bis 300 000 Euro in die Hand".

Allerdings gibt es auch eine Kröte zu schlucken. Damit die Lkw in Höhe von Eurofoam wenden können, kann in der Stuttgarter Straße künftig nur noch auf einer Seite geparkt werden. "Da kommen wir nicht rum", machte Hauser deutlich. Die Wendemöglichkeit, die das Unternehmen im Bereich seiner Zufahrt schaffen will, habe jedoch einen großen Vorteil: Die Lastwagen belasten nicht mehr den Rathauskreisel, wo sie bislang wenden. Durch den neuen Mitarbeiterparkplatz seien entlang der Stuttgarter Straße ausreichend Stellplätze für die Anwohner vorhanden. "Es muss aber gewährleistet werden, dass die Eurofoam-Mitarbeiter dann nicht mehr an der Straße parken", forderte Brigitte Pullmann (SPD), die sich über die optische Aufwertung der Stadteinfahrt freute.

Nicht einverstanden mit der Verlegung der Lkw-Parkplätze auf die Südseite war Renate Wild (Freie Wähler), die Laster seien auf der Nordseite besser aufgehoben, sagte sie. Zwar "keine Ideallösung, aber preislich günstig", fand dagegen Helmuth Effenberger (CDU) die Planung. "Es gibt zwar an der einen oder anderen Stelle Nachteile, aber unter dem Strich überwiegen die Vorteile", erklärte Bürgermeister Vogler. Das Gremium stimmte bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung zu.

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