Ein Baumwipfelpfad und viele Hürden

Der geplante Baumwipfelpfad in Wiesensteig wird heiß diskutiert. Ob er kommt, ist noch ungewiss. Ein Scheitern des Projekts ist vertraglich geregelt.

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An einem Baumwipfelpfad in Wiesensteig scheiden sich die Geister. Das machte nicht nur die Info-Veranstaltung am Mittwochabend deutlich, sondern auch die Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verkehr einen Tag vorher. Fest steht: Die Kreisräte haben am Dienstag nicht für oder gegen das Projekt gestimmt, sondern die Verwaltung lediglich beauftragt, "die Gesamtkoordination weiterzuführen", wobei die Ausschussmitglieder "eine einmalige Chance" für den Landkreis sähen. So steht es im Beschlussantrag. Den Passus, den Baumwipfelpfad zu unterstützen, wollte die Mehrheit aber streichen. So bleiben alle Optionen offen.

Der Beschluss umfasst denn auch einen Absatz, der das mögliche Scheitern des Projekts regelt. Der Landkreis übernimmt in diesem Fall die Kosten für die naturschutzfachliche Begutachtung zu einem Viertel. Dieses Verfahren hat der Investor, die Erlebnis-Akademie aus Bad Kötzting, bereits angestoßen, um keine Zeit zu verlieren. Diese Kostenübernahme - maximal rund 9000 Euro für den Landkreis - ist vertraglich geregelt.

Landrat Edgar Wolff betonte, dass das Projekt ganz am Anfang stehe: "Es gibt noch einige Hürden, die zu überwinden sind. So gibt es noch offene Fragen in Sachen Trägerschaft und Finanzierung." Die Partner - Landkreis, Stadt Wiesensteig, Erlebnis-Akademie und Forst BW - werden sich daher zusammensetzen. Unklar sei beispielsweise die Rolle der Forstverwaltung, die sich "inhaltlich beteiligen will", so Bernd Bayerköhler, Vorstandssprecher der Erlebnis-Akademie, jedoch den Kreis bei der Finanzierung eines zentralen Waldinformationszentrums in der Pflicht sehe. Wie viel Geld der Landkreis für Parkplätze und Nahverkehr locker machen müsste, wird auch noch verhandelt.

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