Ehemalige Gussputzerei brennt

Ein "Winterfest der Trimm-Spiele" auf dem Kriegsburren in Treffelhausen erwies sich vor 25 Jahren als Besuchermagnet, wie die GZ im Februar 1987 schreibt. Initiator war das Internationale Olympische Komitee.

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Strahlende Gesichter gab es gestern Nachmittag am Ende einer sechsstündigen Veranstaltung am "Kriegsburren" in Treffelhausen". Mit diesen Worten beginnt der Bericht über ein Ski-Ereignis, das vom IOC, dem Internationalen Olympischen Komitee initiiert und bezahlt und vom Skiliftbetreiber und der Freiwilligen Feuerwehr Treffelhausen "vorbildlich umgesetzt" wurde. Es ging um die "ersten Trimm-Spiele" auf der Schwäbischen Alb, an dem sich auch der Schwäbische Skiverband und der Landessportverband im Verein mit dem Deutschen Sportbund und dem Deutschen Skiverband beteiligten.

Am Skihang wehten Olympiafahnen, während über 5000 Besucher die Vorführungen des Kaders des Lehrstabes des Deutschen Skiverbandes verfolgten oder sich selber auf der Piste tummelten.

Eine Bilderseite der GEISLINGER ZEITUNG am nächsten Tag vermittelte einen lebendigen Eindruck dieses "Top-Ereignisses" des Winters.

Zum "Stadtgespräch schlechthin" entwickelte sich ein Brand in der ehemaligen Gussputzerei im MAG-Gelände an der Schillerstraße. Meterhohe, dunkle Rauchschwaden und der "penetrante Geruch nach verbranntem Gummi" ließen die Bewohner der Oberen Stadt erkennen, dass "in der MAG wieder etwas passiert". Bei Schweißarbeiten war der Brand ausgebrochen. Es entstand jedoch weder dem Schrottunternehmen noch der Heidelberger Druckmaschinen AG ein nennenswerter Schaden. Die alten Gebäude sollen ab dem 1. Mai 1987 ins Eigentum der Stadt übergehen, an ihnen soll dann ein Abbruchunternehmen "den letzten Akt vollziehen".

Die "moderne Küche" im Geislinger Kreiskrankenhaus war schon Thema vor 25 Jahren. Ein Küchenchef, zwei Köche sowie eine "Schar weißgekleideter Helfer" waren dort damit beschäftigt, die Patienten mit Frühstück, Mittagessen und abendlichem Vesper zu versorgen. Allerdings sei die Kücheneinrichtung veraltet, so der Bericht, und stehe einem rationellen Arbeitsablauf entgegen. Doch der Krankenhausausschuss des Kreistages habe bereits "grünes Licht" für die Modernisierung der Großküche gegeben. Für deren Bau und Einrichtung sind fast 3,2 Millionen Mark veranschlagt. Plus 200 000 Mark für ein Provisorium, mit dessen Hilfe sich die Bauzeit überbrücken lässt.

Als immer wieder erwähntes Ärgernis entpuppten sich die "neuen Iglus zur Erfassung von Leicht- und Kleinmetallen." Weil viele der Benutzer - wie es aussieht - mit der mechanischen Press-Vorrichtung nicht zurechtkommen, stapeln sich Getränke- und Konservendosen vor den Iglus zu einem kleinen Berg.

25 Jahre ist es bereits her, dass Hans Rosenthal seiner Krebserkrankung erlag. Viele Geislinger kannten den 61-Jährigen nicht nur aus der Rateshow "Dalli Dalli". Sie hatten ihn schon vorher persönlich kennengelernt, als er in den 60er und 70er Jahren die Fünftälerstadt in seine Hörfunksendungen einbaute, die mit großem Erfolg fester Programmteil bei allen westdeutschen Rundfunksendern waren. Beispielsweise - so ein lokaler Bericht - war Hänschen Rosenthal 1979 ins Gemeinschaftshaus der WMF gekommen, um eine Aufzeichnung seiner Ratesendung "Spaß muss sein" aufzunehmen.

"Täglich mit dem Ernstfall rechnen" - so ist ein Artikel überschrieben, der sich mit "kostenlosen und anonymen Aids-Tests auch in Geislingen" beschäftigt. Die Immunschwächekrankheit wird lokal sowie regional als auch weit darüber hinaus immer mehr als "Geißel unserer Zeit" wahrgenommen.

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