Donzdorfer Tunnel nach Stromausfall 16 Stunden gesperrt

Mehrere Stunden dauerte ein Stromausfall, von dem am Freitagnachmittag Donzdorf, Süßen und Salach betroffen waren. Der Tunnel der Umgehungsstraße war bis zum nächsten Morgen gesperrt.

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Um 14 Uhr war der Strom weg. Und für viele Bürger von Donzdorf, Süßen und Salach sollte es am Freitag bis 17.30 Uhr dauern, bis ihre Haushalte wieder mit Elektrizität versorgt waren. "Wir hatten zwei Kabelfehler beim Umspannwerk Süßen", beschrieb gestern Rüdiger Grether von der ENBW Regional AG das Problem. Kurze Zeit darauf habe es einen dritten Kabelfehler gegeben, "so, wie es bei älteren Kabeln immer mal wieder vorkommt". Dann habe es länger gedauert, bis die schadhaften Stellen gefunden waren. Insgesamt seien von dem Stromausfall 41 Netzstationen betroffen gewesen. Um 17.30 Uhr seien dann alle Haushalte wieder am Netz gewesen, sagt Grether.

Wer als Stromkunde bei der ENBW anrief, der bekam eine Bandansage zu hören. Das werde in solchen Fällen so eingerichtet, sagt Grether, anhand der Vorwahl werden die Anrufer aus betroffenen Gebieten direkt zur Ansage weitergeleitet. Denn die Mitarbeiter in der Esslinger Leitstelle hätten im Schadensfall genug zu tun: "Jedes Telefonat von aufgebrachten Kunden stört dann. Das hat aber nichts mit Desinteresse zu tun."

Verkehr rollt durch den Stadtkern

Wegen des Stromausfalls wurde auch der Hochbergtunnel der Donzdorfer Umgehungsstraße gesperrt, mithin war die ganze Straße außer dem Teilstück bis Reichenbach bis um neun Uhr am Samstagmorgen nicht befahrbar, der Verkehr der B 466 musste also durch den Donzdorfer Stadtkern rollen. Alexander Neßler von der zuständigen Straßenmeisterei in Geislingen erläutert den Grund: "Jeder Tunnel hat eine unabhängige Stromversorgung, die speist bei Stromausfall das Licht, den Notrufmelder und die Ampeln." Der Akku habe aber nur eine begrenzte Laufzeit. "In diesem Fall war es ja ein großflächiger Netzausfall und wir wussten nicht, wie lange das dauert." Deshalb sei die komplette Umgehung vom Kreisel an der Tankstelle bis zum Steinernen Kreuz um 17 Uhr gesperrt worden, lediglich das Stück bis zur Abzweigung nach Reichenbach sei befahrbar gewesen.

"Als die Sonne rauskam, haben wir geschaut, ob die Akkus geladen sind. Das war der Fall und so haben wir den Tunnel um neun Uhr wieder geöffnet." Natürlich, räumt Neßler ein, sei es nachts draußen auch dunkel. "Aber das ist ein anderes Dunkel im Tunnel." Draußen gebe es ja auch Sterne und andere Lichtquellen. Und vom Gesetz her sei alles ab 80 Meter eben ein Tunnel - der Hochbergtunnel misst 180 Meter. "Und da gelten ganz strenge Maßstäbe. Natürlich können sie jetzt sagen, da kann man ja durchschauen. Aber da sind die Sicherheitsregularien ganz streng. Sicherheit geht vor."

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