Disziplin gefordert

Ausgabendisziplin lautet die Parole, die der Ebersbacher Kämmerer Helmut Roth und Mitarbeiterin Gabriele Zaunseder für das Jahr 2015 ausgeben.

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Das Ebersbacher Sparschwein ist fast leer. Der Kämmerer fordert für die kommenden Jahre Ausgabendisziplin.  Foto: 

"Die Stadt muss ihre Investitionstätigkeit 2015 deutlich zurückfahren." Die Mahnung des Ebersbacher Kämmerers Helmut Roth, der dem Gemeinderat einen Zwischenbericht über die städtischen Finanzen gab, ist eindeutig. Bereits der von Roths Kämmerei-Kollegin Gabriele Zaunseder vorgestellte Jahresabschluss 2013 hatte deutlich gemacht, dass die Stadt auf die Ausgabenbremse treten muss.

Zwar konnte im Verwaltungshaushalt des vergangenen Jahres mit einer Zuführungsrate von rund 2,7 Millionen Euro laut Zaunseder "ein schönes Ergebnis" erzielt werden. "Aber die Ertragskraft des Verwaltungshaushaltes ist für die Finanzierung der Investitionen zu gering", lautete das Fazit der Fachfrau. Denn die städtischen Investitionen kosteten fast 5,7 Millionen Euro, machten also mehr als das Doppelte der Zuführungsrate aus.

52 Prozent der Ebersbacher Investitionen wurden im vergangenen Jahr durch Kredite und einen Griff in die Rücklage finanziert, "das Tafelsilber", so Zaunseder. Das wird so ab dem kommenden Haushaltsjahr nicht mehr möglich sein. "2015 beginnt eine neue Welt", stimmte Kämmerer Roth die Stadträte auf die Umstellung auf das neue kommunale Haushaltsrecht ein. Dann nämlich müssen Abschreibungen für das gesamte Vermögen erwirtschaftet werden, was es zusätzlich erschwert, einen ausgeglichenen Haushalt zu erstellen.

Zur Jahresmitte 2014 ist der Schuldenstand der Stadt weiter gestiegen, von rund 28 Millionen Ende 2013 auf 29,3 Millionen Euro. Das macht - inklusive der Stadtwerke und des Eigenbetriebs Abwasser - 1940 Euro Schulden für jeden Ebersbacher. Jedoch rechnet Roth damit, dass in diesem Jahr der vorgesehene Kreditrahmen von 7,3 Millionen Euro deutlich unterschritten wird. Denn es zeichnet sich einerseits ein Plus von rund 600 000 Euro bei der Zuführungsrate ab, weil die Stadt unter anderem eine halbe Million mehr Gewerbesteuer erwarten könne. Andererseits werde die Stadt in diesem Jahr erneut ihr Investitionsprogramm nicht bewältigen. Bislang sind erst 30 Prozent, also 3,3 Millionen, abgeflossen. Veranschlagt waren elf Millionen. Roth forderte eindringlich, die Vorhaben in den kommenden Jahren realistisch zu veranschlagen.

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