Dieser Roller ist Kult

Mit einer Vespa erfüllte sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für Millionen Menschen der Traum von der individuellen Mobilität. Jetzt wird der Kultroller, der als Paperino startete, 66 Jahre alt.

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  • Zum 66. Geburtstag der Vespa zeigt das Museum Sinsheim bis 4. November eine Sonderausstellung zum Rollerkult. Foto: Auto & Technik Museum Sinsheim 1/2
    Zum 66. Geburtstag der Vespa zeigt das Museum Sinsheim bis 4. November eine Sonderausstellung zum Rollerkult. Foto: Auto & Technik Museum Sinsheim
  • Immer wieder reizt es, sich im Stil der 50er zu stylen und auf einem Vespa-Motorroller, in diesem Fall Baujahr 1952, umherzubrausen. Foto: Archiv 2/2
    Immer wieder reizt es, sich im Stil der 50er zu stylen und auf einem Vespa-Motorroller, in diesem Fall Baujahr 1952, umherzubrausen. Foto: Archiv
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Bereits 1946 erschien die vom Konstrukteur Corradino dAscanio aus der Not heraus geborene Ur-Vespa "Vespa 98", die schnell den liebevollen Beinamen Paperino (Entchen) erhielt. Zahllose Motorroller-Hersteller sind seither mit unterschiedlichen Modellen auf dem Markt erschienen und wieder verschwunden. Vespa-Roller dagegen haben Kult-Status erlangt. Zum 66. Geburtstag der legendären Marke dokumentiert das "Auto & Technik Museum Sinsheim" in einer Sonderausstellung bis zum 4. November mit über 40 Fahrzeugen, Szenen und Displays die Typengeschichte von Vespa.

Zu sehen sind Motorroller, wie sie schon früh in Film und Fernsehen eine wichtige Rolle spielten, wie zum Beispiel in "Roman Holiday" mit Gregory Peck und Audrey Hepburn. Die Firma Piaggio, die die Vespa-Motorroller produziert, wurde 1884 von Rinaldo Piaggio in Genua gegründet und entwickelte sich in den Jahrzehnten bis zum Zweiten Weltkrieg zu einem der wichtigsten italienischen Flugzeughersteller.

Aus diesem Grund waren die Werksanlagen während des Kriegs das Ziel zahlreicher Bombenangriffe. Bereits während der letzten Kriegsmonate überlegte man bei Piaggio, wie nach dem absehbaren Kriegsende die Produktion in den weitgehend zerstörten Fabriken weitergehen könnte. Ein einfaches, für die Masse der Bevölkerung erschwingliches motorisiertes Zweirad schien die geeignete Lösung zu sein.

Mit der Entwicklung des Fahrzeugs beauftragte Enrico Piaggio, einer der zwei Söhne des Firmengründers Rinaldo, seinen Konstrukteur Corradino dAscanio, der eigentlich Flugzeugkonstrukteur war und keine besondere Sympathie für Motorräder hegte. Entsprechend unkonventionell war der Entwurf, den er vorlegte. Als Enrico Piaggio den Prototypen mit den voluminösen Front- und Heckpartien und dem Einschnitt in der Mitte, wo der Fahrersitz platziert war, betrachtete, rief er: "Es sieht aus wie eine Wespe!" Damit war die Vespa geboren. Über 17 Millionen Vespa-Roller sind in den vergangenen 66 Jahren produziert worden und ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht.

Info Mehr zur Ausstellung im "Auto & Technik Museum Sinsheim" am Museumsplatz gibt es unter Telefon: (07261) 9299-0 und im Internet: www.technik-museum.de/vespa

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