Die Spritpreise im Landkreis sinken in der aktuellen Urlaubszeit

Steigen die Spritpreise immer in den Schulferien? Nicht in diesen Herbstferien im Landkreis Göppingen. Das hat ein kreisweiter Spritpreisvergleich des Portals www.mehr-tanken.de ergeben.

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Die Spritpreise im Kreis Göppingen sind in diesen Herbstferien bisher nicht angestiegen. Das Bild zeigt die Preistafel einer Tankstelle von gestern. Foto: Staufenpress

Steigen die Spritpreise wieder in den Ferien? Zumindest in diesen Herbstferien scheint dies im Kreis Göppingen nicht der Fall zu sein. Das Spritpreisvergleichsportal  www.mehr-tanken.de hat für unsere Zeitung die Diesel- und Superbenzin-Preisentwicklung vom 18. Oktober bis zum 29. Oktober an insgesamt zehn Tankstellen aus dem Kreis Göppingen verglichen - sechs aus Göppingen, zwei aus Eislingen, eine aus Rechberghausen und eine aus Heiningen.

Das Ergebnis: Am letzten Schultag vor den Herbstferien, 26. Oktober, lag der Dieselpreis bei den zehn verglichenen Tankstellen im Durchschnitt bei 1,52 Euro pro Liter, der Preis pro Liter Superbenzin bei 1,62 Euro.

Am ersten Ferientag, Montag, 29. Oktober, sank der Dieselpreis auf bei den beobachteten Tankstellen auf durchschnittlich 1,50 Euro pro Liter, der Preis für einen Liter Superbenzin auf 1,61 Euro. Ein möglicher Grund könnte der derzeit fallende Ölpreis an den Börsen sein, meint das Team von www.mehr-tanken.de.

Das meint auch Klaus Picard, Hauptgeschäftsführer Mineralölwirtschaftsverband in Berlin: "Die Tankstellenpreise hängen in erster Linie von den aktuellen Einkaufspreisen für Benzin ab. Das sind Weltmarktpreise, die sich nicht nach den Ferienkalendern deutscher Bundesländer richten." Karl-Heinz Hild, technischer Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Göppingen, hat festgestellt, dass es seit etwa einem halben Jahr keine Kontinuität mehr bei der Spritpreisgestaltung gibt. "Auch solche Tipps, wie am Montag ist der Spritpreis am günstigsten, gelten derzeit nicht mehr", sagt Hild, der auf den Internetseiten der Göppinger Kreisverkehrswacht selber die Spritpreise vergleicht. Eines hat der Eislinger aber herausgefunden. "Morgens sind die Spritpreise meist höher als nachmittags."

Trotzdem gibt es Kritik an der Preisgestaltung der Mineralölkonzerne."Die Spritpreisgestaltung ist für den Verbraucher nicht nachvollziehbar", meint Niklaas Haskamp, Sprecher der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. "Wir können natürlich nicht in die Zukunft schauen. Aber in der Vergangenheit haben wir beobachtet, dass die Spritpreise häufig in den Schulferien angestiegen sind", sagt Haskamp. Daher begrüße die Verbraucherzentrale die Pläne des Bundeswirtschaftministeriums für ein "Markttransparenzstellengesetz" für Kraftstoffe. Tankstellen müssten dann in Echtzeit ihre Spritpreise melden und den Verbrauchern beispielsweise im Internet zugänglich machen.

Karl-Heinz Hild von der Göppinger Kreisverkehrswacht kennt noch andere Methoden, um Sprit zu sparen. Er bietet auf Nachfrage einen Kurs zum spritsparenden und umweltschonenden Autofahren an.

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