Die Kirche und der Weg zur Erneuerung

Die katholische Kirche im Landkreis wünscht sich von den einzelnen Kirchengemeinden intensive Glaubensgespräche und setzt auf den Dialog.

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Der katholische Dekan Dietmar Hermann: Glaube lebt vom Weitererzählen.

Der katholische Dekan Dietmar Hermann lädt die 40 Kirchengemeinden im Dekanat Göppingen-Geislingen ein, "Erzählgemeinschaften" zu werden. Diese Idee der Dekanatsleitung versteht sich als ein Beitrag zum Dialog- und Erneuerungsprozess innerhalb der Diözese Rottenburg-Stuttgart und wurde den Ratsmitgliedern anlässlich der Dekanatsratsitzung in Reichenbach u.R. vorgestellt. Das geht aus einer Pressemitteilung des katholischen Dekanats hervor.

Anliegen ist, so Hermann, "die Verlebendigung unseres christlichen Glaubens in unserem Dekanat" zu erreichen und dies mit Hilfe von "Erzählgemeinschaften", die die einzelnen Kirchengemeinden bereits haben oder bilden sollten. "Bereits die ersten Christen-Gemeinden, der Beginn der Kirche, verstanden sich als Erzählgemeinschaft. Ohne die Verkündigung, ohne die Weitergabe des Glaubens, ohne Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen, wüssten wir nichts von Jesus Christus und es würde uns so nicht geben", sagt der Dekan. Die verbreitete Einstellung "Glauben kann ich auch ohne Kirche" lasse sich nicht halten. Denn: "Glaube lebt vom Weitererzählen, besonders in der Familie."

Hermann greift zudem das Anliegen von Diözesanbischof Gebhard Fürst auf: "Es geht beim Dialog- und Erneuerungsprozess um eine Erneuerung aus dem Geist Gottes", schreibt Fürst in seiner Gesprächseinladung. Es gehöre zum Selbstverständnis, eine Kirche zu sein, die stets der Erneuerung bedarf. "Es gab in der Geschichte immer Zeiten, in denen der Ruf nach Erneuerung der Kirche laut geworden ist. Das reicht bis hinein in die Frage nach einem glaubwürdigen Lebensstil jedes Einzelnen".

Am 12. Oktober will das Dekanat mit einem Gottesdienst in Ave Maria Deggingen dem Wunsch von Papst Benedikt XVI. nachkommen, zum einen den 50. Jahrestag der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils und zum anderen den Beginn des "Jahres des Glaubens" zu feiern. "Für uns als Kirche bedeutet das", so Dekan Hermann, "wir brauchen ein überzeugendes Medienapostolat. Wir müssen den Glauben dort weitergeben, wo er nachgefragt wird und müssen dies in einer verstehbaren Sprache tun, in der die Lebensrelevanz von Glaubensüberzeugungen deutlich wird". Die Kirche müsse versuchen, das Evangelium unverfälscht und inhaltlich profiliert zu verkünden. Dazu gehöre auch die Vermittlung religiösen Basiswissens an neuen, medial geprägten Lernorten des Glaubens - eine Vermittlung, in der Glaubensinhalte nicht als Faktenwissen aufbereitet, sondern vorgelebt werden.

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