Die Johanniter sind die zweite Familie

Die Kirchen stehen auch für soziale Belange ein. Eine Serie beleuchtet einige Einrichtungen mit kirchlichem Hintergrund, die sich dieser Aufgabe widmen. Heute: Die Johanniter.

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Die uneigennützige Unterstützung bedürftiger Menschen ist schon satzungsgemäß eine Aufgabe der Johanniter-Unfall-Hilfe. Sie steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Als Mitglied des Diakoniewerks ist die Johanniter-Unfall-Hilfe nun seit fast 60 Jahren in unterschiedlichen sozialen und karitativen Bereichen aktiv.

Jeder ehrenamtliche Johanniter leistet seinen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft und einem sozialen Miteinander. So auch in Göppingen: Freiwillige engagieren sich in der Degginger Rettungswache, bei der Rettungshundestaffel oder aber in der Göppinger Bereitschaft. Diese ist neu strukturiert. Der 24-jährige Andreas Wöller führt die ehrenamtlichen Helfer und ist schon seit 13 Jahren mit an Bord: "Ich habe bei der Johanniter Jugend angefangen", erinnert sich der Göppinger Bereitschaftsleiter an seine Anfänge und ergänzt: "Die Johanniter haben sich über die Jahre zu einer zweiten Familie entwickelt."

Als sich sein Vorgänger neuen Bereichen zugewendet hat, wurde er von den Ehrenamtlichen gewählt. Sie setzen Vertrauen in den jungen Menschen, der sich seit über einem Jahrzehnt schon für die gute Sache stark macht: "Wir übernehmen Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, fahren aber auch Hausnotruf oder entlasten die Rettungswache bei den Krankentransport-Schichten oder Sonderfahrten", beschreibt der 24-Jährige die Aufgaben. Für ihn ist es selbstverständlich, anderen zu helfen und er weiß es zu schätzen, dass er eine "zweite Familie" hat.

Auch in der Degginger Rettungswache werden die Rettungssanitäter und Rettungsassistenten von ehrenamtlichen Helfern unterstützt: Freiwillige fahren Krankentransporte, übernehmen auch mal den Rettungsdienst. Der Hintergrunddienst im Hausnotruf wird ebenfalls hin und wieder von Ehrenamtlichen übernommen: "Das ist eine enorme Hilfe und Entlastung", weiß Dienststellenleiter Eduard Mayer und ist froh über die Unterstützung: "Der Einsatzwille und die Hilfsbereitschaft sind riesig und das hilft natürlich, wenn man weiß, dass man auch auf Freiwillige bauen kann, wenn einmal jemand kurzfristig ausfällt."

Für Sucheinsätze steht die ehrenamtliche Rettungshundestaffel unter der Leitung von Michael Tomaszewski mit den Rettungshunden und qualifizierten Hundeführern zur Verfügung. Die Ehrenamtlichen verbindet nicht nur die Liebe zu den Tieren, sondern auch der Wille, anderen Menschen zu helfen. So stehen die Freiwilligen für die Vermisstensuche sowie für Flächen- und Trümmereinsätze zur Verfügung.

Info Interessenten können sich beim Göppinger Bereitschaftsleiter Andreas Wöller (andreas.woeller@juh-bw.de) oder beim Göppinger Dienststellenleiter Telefon: (07161) 96426-11, eduard.mayer@juh-bw.de melden.

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