Detektiv Ede und das Kuhfladen-Kraftwerk

Der Energiedetektiv Ede klärt Viertklässler über den Energieverbrauch auf. Unterstützt wird das Projekt von dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie der Agentur Ökomedia.

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"Konzentration bitte", ruft Ede, der Energiedetektiv, der in der Blumhardt-Grundschule in Jebenhausen gastiert, in die Runde. Neben ihm stehen viele graue Kisten, in denen sich unzählige Utensilien verbergen. 19 Schüler der Klasse 4b sind sofort still. Heute sollen sie zu Junior-Energie-Detektiven ausgebildet werden.

Ede, der in einer knalligen orangefarbenen Jacke vorne an der Tafel steht, gibt zunächst einmal eine kurze Zusammenfassung, was die Schüler vor der Pause schon gelernt haben. "Wir haben Experimente mit Energie gemacht", meldet sich ein Schüler. "Und wir haben so ein Energie-Heft bekommen, in dem wir Aufgaben machen durften", ergänzt eine Schülerin. Ede ist begeistert, wie die Viertklässler die teilweise neu gelernten Fachwörter sofort mit einbringen. Danach folgen Tipps zum Energiesparen, denen die Klasse gespannt lauscht.

Ede bindet die Schüler mit ein und versucht gemeinsam mit ihnen an Lösungen zum Energiesparen zu arbeiten. Die Neun- und Zehnjährigen, die laut ihrer Klassenlehrerin Heide Gröger sehr lebhaft sind, hören aufmerksam zu. Zum Schluss weiß jeder, dass man eine Spülmaschine nur laufen lassen sollte, wenn sie voll ist. Oder dass man Elektrogeräte nach dem Ausschalten ausstecken sollte.

Erneuerbare Energien sind das anschließende Thema, und auch hier wissen die Viertklässler schon eine Menge. "Da gibt es Wasser, Wind, Solarkraft", erklärt Jonas. Mit Experimenten, bei denen die Schüler selbst Hand anlegen dürfen, werden Fragen über die Funktion eines Wasser- oder Windkraftwerkes oder der Solarzelle beantwortet.

Für weitere biologische Energiegewinnung zeigt Ede unter anderem ein Bild von einem frischen Kuhfladen. Die Viertklässler beginnen zu kichern. "In diesem Kuhfladen leben unzählige Bakterien, die sich von diesem ernähren. Wenn sie voll und satt sind, müssen sie Pupsen. Dieses Gas, das dabei erzeugt wird, nennen wir dann Biogas", erklärt Ede. Die Schüler müssen lachen. Diese Gewinnung von Energie finden sie toll. Luka ist überzeugt: "Das mit den Bakterien, die Pupsen, ist am besten."

In den letzten 45 Minuten werden die Junior-Detektive nochmal auf alle Fakten und das Erlernte geprüft. Ede hängt ein großes Poster mit einem Haus auf. In jedem der Zimmer war ein sogenannter "Energie-Dieb" am Werk. Alisha traut sich als Erste nach vorne. Sie soll im Keller nach den Energie- Dieben suchen. Während sie überlegt, rutschen einige Schüler, die schon einen gefunden haben, unruhig auf ihren Stühlen hin und her. "Wo verschwindet denn am meisten Energie?", fragt Ede die Schülerin und erhält sofort eine Antwort. Alisha erhält Applaus und Ede verdeutlicht nochmals die Wichtigkeit einer Energiesparlampe.

Als nächstes dürfen immer kleine Grüppchen nach vorne und in den größeren Wohnbereichen, wie dem Wohnzimmer, nach Umweltsündern suchen. Wenn alle gefunden sind, erhalten die Schüler ein Bildteil aus Magnet, auf dem alle Umweltsünden verschwunden sind.

Am Ende des Schultages bekommt jeder Schüler eine Urkunde, die ihn als Energiedetektiv auszeichnet. Joel findet: "Der Tag ist viel besser als die anderen Schultage." Die Klasse stimmt lachend und fröhlich zu. Tim ergänzt: "Die Aufgaben in unserem Energieheft sind viel besser als Matheaufgaben." Klassenlehrerin Heide Gröger muss schmunzeln und sagt leise: "Das habe ich jetzt nicht gehört."

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