Der Dezember war zu warm und zu windig

Wie das ganze Jahr, war auch der Dezember: Viel zu warm - obwohl sich die Sonne gar nicht so oft sehen ließ. Die Bilanz der Wetterwarte Stötten.

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Dass das Jahr 2011 im Vergleich zum langjährigen Mittel bei der Wetterwarte Stötten viel zu warm war, hat Stationschef Josef Oswald bereits festgestellt (wir berichteten). Da verwundert es nicht, dass auch die Monatsbilanz für Dezember ähnlich ausfällt: Die Durchschnittstemperatur errechnet sich auf plus 1,8 Grad - das sind stolze 2,8 Grad mehr, als das langjährige Mittel, das bei minus 1 Grad liegt.

Der Höchstwert wurde am 2. Dezember mit 11,3 Grad notiert, der tiefste am 19. mit minus 6,5 Grad; auch das Erdboden-Minimum (minus 13,7 Grad) datiert von dem Tag. An 24 Tagen gab es Bodenfrost. An 20 Tagen lag die tiefste Temperatur in der normalen Messhöhe unterm Gefrierpunkt. Fünf Tage blieben ganz ohne Plus-Werte.

Die Sonne erreichte nur 49 Prozent des langjährigen Mittels - und demnach gerade mal 25,6 Stunden. Ziemlich genau ein Viertel davon (5,2 Stunden) wurde am 27. Dezember verzeichnet. Nach Angaben von Stationsleiter Josef Oswald sind sonnenscheinarme Dezember nichts Ungewöhnliches. So habe es 1988 nur 15,7 Stunden Sonne gegeben - jedoch 1972 immerhin 11,1. Ganz ohne Sonne blieben 13 Tage, 22 waren trübe und 24 mit Nebel verhangen. Kein einziger Tag wird als "heiter" aufgeführt.

Dem trockensten Monat in der 65-jährigen Stationsgeschichte ist gleich ein ungewöhnlich nasser gefolgt. Wurden nämlich im November nur 1,1 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen, so warens nun im Dezember 141,2 Liter. Das sind rund 72 Prozent mehr, als es der Durchschnitt erwarten ließe.

Im Vergleich aller bisher bilanzierten Dezember-Monate nimmt er beim Niederschlag Rang sieben ein. Die Bandbreite ist in der Stationsstatistik groß: Im Dezember 1947 fielen 197,6 Liter, 1963 aber nur 7,9.

Die höchste Tagessumme im Dezember fiel diesmal an Silvester - mit 22,6 Liter. Vier Tage blieben trocken, an sieben gab es Schnee und an 13 waren Schnee und Regen vermischt. An zwölf Tagen lag eine Schneedecke. Insgesamt summierte sich die Neuschneemenge auf 37 Zentimeter.

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