Deportation mit 15 weiteren Göppinger Juden

Es ist eine Viehhändlerfamilie, in die Elise Bensinger 1877 hinein geboren wird und sie heiratet mit 21 Jahren den Viehhändler Berthold Bensinger. In den Jahren vor ihrer Ehe hatte sie sich als zweite Vorsitzende im "Israelitischem Jungfrauenverein" in Göppingen engagiert.

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Das junge Paar zieht nach Kehl oder Straßburg, bekommt die Kinder Kurt und Max, zieht 1913 nach München. Schon drei Jahre später stirbt Berthold.

Als "Privatiere" zieht Elise ihre Kinder alleine groß. Kurt promoviert, zieht nach Frankfurt, heiratet und verlässt Deutschland wie auch sein Bruder Max gleich 1933. Auch Elise Bensinger hatte sich um die Ausreise bemüht - freilich erfolglos. In München lebte sie alleine und zieht später nach Göppingen zurück. Ihr Onkel Max Hirsch war mit einer Schwester ihrer Mutter verheiratet gewesen. In seinem Testament vererbt er ihr die Hälfte seines Vermögens.

Es ist der 20. August 1942, als die 65-Jährige mit 15 weiteren Göppinger Juden Göppingen verlassen muss und ins KZ Theresienstadt gebracht wird, wo sie auch wieder auf ihren Onkel Max Hirsch trifft. Während die meisten Internierten aus der Göppinger Gruppe bis auf weiteres in Theresienstadt bleiben, werden Elise Bensinger und Pauline Geschmay schon am 29. September ins Vernichtungslager Treblinka gebracht und dort an einem nicht bekannten Zeitpunkt ermordet.

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