Demenzpaten als Begleiter durch den Alltag

Demenzpaten sind Begleiter durch den Alltag, die helfen, Selbstständigkeit zu erhalten. In Göppingen sind Paten umfassend ausgebildet worden.

|

Man wird älter, unsicherer, traut sich alleine nicht mehr aus dem Haus, würde aber dennoch gerne noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Vielleicht ein Konzert besuchen oder eine Sportveranstaltung, wie man es sein Leben lang getan hat. Oder würde sich über einen Schachpartner freuen oder jemanden, der das Lieblingsbuch vorliest. Vielleicht fehlt auch einfach nur ein Mensch, der einen beim Spaziergang begleitet. Am Anfang einer demenziellen Erkrankung sind die Betroffenen oftmals nur auf kleine Hilfestellungen angewiesen, die es ihnen allerdings entscheidend ermöglichen können, nicht nur ein erfüllteres, sondern auch ein weitgehend selbstbestimmtes Leben weiterhin zu führen.

Die Angehörigen können aber aus den verschiedensten Gründen nicht immer da sein, nicht allen Wünschen gerecht werden. Und: "Es gibt viele Angebote für Demenzpatienten, aber nicht für das frühe Stadium", sagt Magdalene Lutz-Rolf, die das Projekt gemeinsam mit Melanie Kutschke-Frye koordiniert. Hier setzt das Projekt der Demenzpaten an, die modellhaft im vergangenen Herbst geschult worden waren. Stadt, Landkreis und das Netzwerk Demenz hatten sich zusammengeschlossen und die Ausbildung gemeinsam konzipiert.

Demenzpaten warten auf ihre Einsätze

Themen waren die gesundheitlichen Veränderungen im Alter, das Krankheitsbild Demenz, die Kommunikation mit demenziell Erkrankten oder auch ihre Aktivierung. "Es war uns wichtig, dass die Paten professionell gut eingebunden sind", betont Christina Horn von der städtischen Beratungsstelle für Senioren.

Deshalb werden sie auch weiterhin zu Patentreffen ins Bürgerhaus eingeladen. Erfreulicherweise sei es eine große Zahl von Menschen gewesen, die ihr Interesse bekundet haben. Vor wenigen Wochen erst hatten sie ihre Zertifikate überreicht bekommen. Jetzt warten die Demenzpaten auf ihre Einsätze. Erste Kontakte sind bereits entstanden. Sie werden von Melanie Kutschke-Frye und Magdalene Lutz-Rolf koordiniert.

"Wir besuchen die Familien und begleiten die Paten zum ersten Besuch. Wichtig ist dabei zunächst, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen." Aus ihrer langjährigen Berufserfahrung als Pflegedienstleiterin weiß Magdalene Lutz-Rolf: "Manche sind froh, dass einfach jemand kommt."


Weitere Informationen sind erhältlich bei Melanie Kutschke-Frye und Magdalene Lutz-Rolf unter Telefon: (07161) 650-410, unter der Mail-Adresse demenzpaten@goeppingen.de oder unter der Postadresse Bürgerhaus, Demenzpatenprojekt, Kirchstraße 11, 73033 Göppingen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Umweltbundesamt fordert klare Regeln für Müllofen

Darf in Göppingen mehr Müll verbrannt werden, als in der Genehmigung steht? Bundesamt schätzt die Rechtslage anders ein als das Regierungspräsidium. weiter lesen