Debütanten rennen zum Sieg

Mit dem Sieg im Halbmarathon des Barbarossa-Berglaufs wartete Mathias Flunger vom Süßener WMF-BKK-Team in 1:21:34 Stunden auf. Bei den Frauen jubelte Saskia Branzke (Winnenden) bei ihrem Berglaufdebüt.

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  • Der Berg ruft: Eine Läufergruppe beim 2. Barbarossa-Berglauf kurz hinter Lerchenberg. Foto: Christine Böhm 1/2
    Der Berg ruft: Eine Läufergruppe beim 2. Barbarossa-Berglauf kurz hinter Lerchenberg. Foto: Christine Böhm
  • Mathias Flunger (links) vom AST Süßen gewann den 2. Barbarossa-Berglauf vor Vorjahres-Sieger Markus Brucks (Sparda-Team). Foto: Staufenpress 2/2
    Mathias Flunger (links) vom AST Süßen gewann den 2. Barbarossa-Berglauf vor Vorjahres-Sieger Markus Brucks (Sparda-Team). Foto: Staufenpress
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Im Ziel war der Süßener Markus Brucks im Sparda-Team-Trikot (1:22:35) als Zweiter keinesfalls vom Ergebnis enttäuscht, sondern freute sich über die Verbesserung seiner Siegerzeit vom Vorjahr durch Mathias Flunger um eine Minute und den Sieg in seiner Altersklasse M40. Während der 30-jährige Flunger schon Wettkämpfe seit Saisonbeginn bestritten hat, konnte sein zehn Jahre älterer Kontrahent nur auf ein gutes Trainingspolster zurückblicken, das er sich in den letzten neun Wochen mit über 700 Kilometern zugelegt hat. "Ich mache normalerweise keine Rennen mehr und widme mich voll und ganz meiner Familie", ließ der zweifache Vater bei der Erfrischung am Getränkestand im Zielbereich wissen, macht aber beim Barbarossa-Berglauf und dem Süßener Stadtlauf gern eine Ausnahme, "weil sie doch vor der Haustüre liegen". Und noch eine nennt der dreifache baden-württembergische Berglaufmeister: "Bei der Senioren-Berglauf-WM im Schwarzwald in zwei Wochen will ich auch dabei sein, wenn sie schon mal in Deutschland ausgetragen wird", freut sich Brucks.

Um Mathias Flunger und Markus Brucks hatte sich nach dem schnellen Start des 500-köpfigen Läuferfeldes in Richtung Bartenbach eine Spitzengruppe mit Jochen Müller von der Feuerwehr Jebenhausen, den Rechberghäuser Sparda-Team-Läufern Florian Böhme und Michael Digel sowie Uwe Schnarrenberger vom AST Süßen gebildet, aus der sich Brucks und Flunger schon bei Lerchenberg lösten. Das Duo erreichte unbedrängt bereits nach 45 Minuten den Weg von der Spielburg zum Hohenstaufen. Am steilen Anstieg zum Gipfel suchte der Vorjahressieger eine erste Entscheidung: "Ich wollte am Berg weglaufen, konnte Mathias aber nicht abschütteln ", so Brucks, der wusste, dass es dann schwer werden würde, da ihm das Bergablaufen stets Schmerzen bereitet. WMF-BKK-Triathlet Flunger, erstmals bei einem Berglauf am Start, kämpfte eisern. "Ich habe größten Respekt vor Markus Brucks und wollte so lange wie möglich an ihm dranbleiben", beschrieb Flunger seinen Plan, "an einen Sieg habe ich aber nicht wirklich geglaubt." Bergab bei Kilometer 17 spürte er die Chance und setzte auf seinen langen Schritt, der ihn von seinem Konkurrenten nach und nach weglaufen ließ. Bis zur Werfthalle konnte er noch über eine Minute gut machen und ließ sich nach 21,4 Kilometern als strahlender Sieger von der Zuschauermenge im Ziel in Empfang nehmen. Denselben Applaus erhielt Markus Brucks, der von seinen Söhnen Benjamin (7) und Jonathan (5) erwartet wurde. Auf Rang drei folgte der schnelle Jebenhäuser Wehrmann Jochen Müller in 1:28:58 Stunden (1. M 20), Vierter wurde Florian Böhme (1:26:18/ 2. M 30) vor Team-Kollege Michael Digel (1:27:23/1. M 35), diesmal für Staufers im Rennen. In die Top-Ten liefen Uwe Schnarrenberger vom AST Süßen (1:29:09/2. M 40), Armin Friesinger (LT Dietingen/1:29:24), Engelbert Walter (NWZ-Team/ 1:29:519, Holger Czujack (Staufen/ 1:30:20) und Wolfgang Feldmaier (Team Eberspaecher/1:31:05).

Nach 1:48:15 Stunden bog die erste Frau in die Zielgerade ein: Saskia Branzke aus Winnenden. Die Geschäftsführerin bei der Südflügel-Werbeagentur in Göppingen hatte ihre Berglaufpremiere am Hohenstaufen gesucht und war sichtlich glücklich. "Von den Zuschauern an der Strecke wurde mir immer gesagt, dass ich die erste Frau bin", freute sich die Dreißigjährige, die wohl einen Platz auf dem Treppchen anvisiert, aber mit einem Sieg nicht gerechnet hatte. "Meinen ersten Berglauf empfand ich als extrem hart und musste zur Hälfte sogar mit Wadenkrämpfen kämpfen", beschrieb sie ihre Eindrücke auf der schweren Strecke und war überrascht, dass sie über vier Minuten schneller war als ihre Verfolgerin Gaby Marek-Schmid (1:48:15), eine erfolgreiche Marathonläuferin aus Murrhardt, die sich von der schwierigen Strecke am Göppinger Hausberg begeistert zeigte und ihren Altersklassensieg W 45 feierte. Auf das dritte Treppchen lief Gwen König von der Kreissparkasse Göppingen in 1:49:07 Stunden, Siegerin der W 35. In die Top-Ten schafften es Marlies Geissler vom LT Ulm-Söflingen (1:49:53/1. W 55), Helga Zöller vom AST Süßen (1:50:35/2. W 45), Melanie Hofmann (1:50:41/1. W 20), Katharina Fetzer, ebenfalls vom stark besetzten AST Süßen (1:50:48/1. U 16), Andrea Laub vom ASC Ulm/Neu-Ulm (1:51:13/1. W 50), Kerstin Harrer von Heart&Sole (1:52:08/2. W 30) und die 60-jährige AST-Läuferin Elisabeth Wößner in der respektablen Zeit von 1:55:19 Stunden. Der Klassensieg in der M 60 ging erwartungsgemäß an Walter Seiser vom AST Süßen (1:41:24). Rupert Zeller vom LT Ulm-Söflingen war in 1:48:56 Stunden Schnellster der Klasse M 65. Wolfgang Schwegler von der DJK Göppingen feierte seinen Sieg in der Altersklasse M 70 in guten 2:03:41 Stunden.

Hier geht's zu den Ergebnissen des Barbarossa-Berglaufs

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