Das Treffen der Box-Gentlemen

Eine harte Auseinandersetzung sehen Firat Arslan und Alexander Alekseev auf sich zukommen - die Fachwelt erwartet ein Duell auf Augenhöhe im heutigen "Kampf der Gentlemen" in der EWS-Arena.

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Posing gestern gleich nach dem Gang auf die Waage: Firat Arslan (rechts) fordert heute in der EWS-Arena Alexander Alekseev heraus. Foto: Staufenpress

Bescheiden, zuvorkommend-freundliches Auftreten und Respekt auch vor dem Rivalen - es gibt viele Boxer, denen diese Eigenschaften reichlich fremd sind. Mit dem Donzdorfer Firat Arslan und dem gebürtigen Usbeken Alexander Alekseev, der seit fünf Jahren in Hamburg lebt, treffen heute bei der Box-Nacht in der Göppinger EWS-Arena (Beginn 18.30 Uhr, Tickets ab 17.30 Uhr an der Abendkasse) aber zwei wahre Faustkampf-Gentlemen aufeinander.

Im Vorfeld ihres Duells um den Gürtel des Europameisters wurden der 41-jährige Herausforderer und Lokalmatador und sein zehn Jahre jüngerer früherer "Stallkollege" nicht müde, sich der gegenseitigen Anerkennung zu versichern. Allerdings: Heute gegen 22 Uhr, wenn beide zum Hauptkampf der Veranstaltung (live in Eurosport) in den Ring steigen, wird es ungeachtet aller Hymnen im Vorfeld ordentlich zur Sache gehen. Arslan bekommt im letzten Abschnitt seiner langen Karriere die von ihm angestrebte WM-Chance nur, wenn er Alekseev als Europameister beerbt, der ehemalige Amateurweltmeister aus der russischen Schule will das Konditionswunder mit Heimvorteil mit seiner Technik auf Distanz halten. "Vor mir steht der härteste Gegner meiner Karriere", adelte Alekseev den heutigen Gegner, Arslan versprach "einen wirklich hochklassigen Kampf, eingebettet in ein super Programm" - schließlich stehen insgesamt sieben Duelle an, in drei Kämpfen, darunter einem Frauenfight, geht es um Titel.

Um sich ein erstes Bild von den Athleten zu machen, waren gestern rund 100 Gäste zum offiziellen Wiegen der Boxer ins Göppinger Autohaus Vogel gekommen, wo Alekseev und Arslan auch bei der Gegenüberstellung nach dem Gang auf die Waage einen völlig auf heute Abend fokussierten Eindruck hinterließen. Mit 90,2 Kilogramm präsentierte sich der Donzdorfer dabei um ganze 200 Gramm schwerer als Alekseev - auch im Ring dürften Kleinigkeiten den Ausschlag geben, bis nach spätestens zwölf Runden der Sieger den EM-Gürtel des Verbandes EBU und den Interkonti-Gürtel des Verbandes WBO umgelegt bekommt und der WM-Chance näher ist.

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