Das MCC-Kino schließt seine Pforten

Am Mittwoch wird im 1979 erbauten MCC-Kino in der Göppinger Grabenstraße der letzte Film über die Leinwand flimmern. Dann wird sich das Kino endgültig von seinem Publikum verabschieden.

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Die drei Buchstaben des MCC-Kinos stehen für die Namen der Säle: Metro, City und Cherie. Foto: Staufenpress

Auf den Treppen liegen alte Kaugummis und Kippenstummel. Auf den Vorschau-Tafeln der drei Kinosäle Metro, City und Cherie werden schon keine Filme mehr angepriesen. Auf einem Schild im vergilbten Orange-Ton steht in Großbuchstaben "MCC-Kino-Center" am Eingang des Lichtspieltheaters in der Göppinger Grabenstraße.

Das Kino hat sich seit seiner Entstehung kaum verändert und versprüht immer noch den Charme der späten 70er Jahre. Jetzt kommt der endgültige Abspann: In dem Kino wird morgen der letzte Film gezeigt, bevor es endgültig seine Türen schließt.

Eine Schreckensnachricht aus dem Nichts? Nein, denn der Betreiber Jörg Huttenlocher, der auch das "Staufen Movieplex" führt, hatte schon länger angekündigt, dass das MCC über kurz oder lang geschlossen werde. "Das Kino ist noch nie richtig gelaufen und beschert mir jedes Jahr Verluste", erklärt er. Zudem hätte das Gebäude in der Grabenstraße spätestens dann weichen müssen, wenn auf dem Apostel-Areal neue Ladenflächen und Wohnungen entstehen. Wann es dazu kommt, ist noch unklar. Warum das 1979 erbaute MCC-Kino dann jetzt schon dicht gemacht wird? "Aufgrund der schlechten Presse der NWZ wollte unser Gesellschafter das Fortbestehen des MCC-Kinos nicht mehr", sagt Huttenlocher und spielt damit auf einen am 5. Januar erschienen NWZ-Artikel an, in dem Besucher über technische Probleme in dem Kino berichtet hatten.

Aber auch die mangelhafte Ausstattung spielte bei der Entscheidung eine Rolle: "Mit der vorhandenen Technik kann man in dem Kino nur ältere Filme abspielen", erklärt Renate Huttenlocher. Außerdem brauche Göppingen einfach keine zwei Kinos, fügt Jörg Huttenlocher hinzu.

Das MCC-Kino wurde damals anstelle des ehemaligen Kinos Capitol errichtet, das 1979 abgerissen wurde. Die drei Buchstaben des MCC-Kinos stehen für die Namen der Säle: Metro, City und Cherie. Zur Eröffnung vor rund 33 Jahren erklärte Martin Schoof, damaliger Prokurist des ersten Betreibers Bott GmbH das Programm: "Im Metro und City Unterhaltung - total gemischt. Und im "Cherie" mehr Eastern und leichter Sex, aber kein Porno".

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