Das magische Dreieck des Geldes

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Was ist Geld? Einfache Frage, komplexe Antwort: Fritz Andres erläutert die Denkweise des Seminars für freiheitliche Ordnung in Bad Boll anhand "der drei Geldfunktionen".

Demnach ist Geld ein Tauschmittel (Geld gegen Ware), ein Wertmaßstab (es bewertet Waren und Dienstleistungen) und dient der Wertaufbewahrung. Daraus ergibt sich ein "magisches Dreieck der Geldfunktionen". Wenn man an der einen dreht, ergeben sich Folgen für die anderen.

Bei einer hohen Inflation, schwankenden Inflationsraten oder Deflation wie in den 30er Jahren (sinkende Warenpreise) versagt das Geld als Wertmaßstab.

Bei einer dosierten Inflation zirkuliert Geld schneller, es wird als Tauschmittel optimiert. Die anderen Funktionen werden beeinträchtigt.

"Alterndes Geld" sei ebenfalls ein "vollkommenes Tauschmittel", belasse den Geldwert, führe lediglich zu einer "gewissen Beeinträchtigung der Wertaufbewahrung".

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Kommentare

13.10.2013 15:48 Uhr

Geldwert?

Die Geldwerttheorie ist aus dem historischen Gold-Materialwert der Münzen entstanden. Dieser Waren(Gold)wert hat dem Geld immer Probleme gemacht, denn die Goldmünzen wurden regelmäßig gehortet. Horten, das weglegen auf die „hohe Kante“-(früher auf den obersten Dachbalken) bewirkt einen Entzug der Geldmenge und deshalb Störungen im Handel und soziale Spannungen wie Arbeitslosigkeit. Aktuell hat Geld keinen solchen Wert. Es stellt ein Versprechen (Anrechtschein) auf Leistungen der Realwirtschaft dar. Versprechen sind Wortblasen! Viele Manipulationsmöglichkeiten führen zu Schwankungen des zu beanspruchenden Anteils aus der Realwirtschaft. Wenn Geld tatsächlich ein Maßstab werden soll, dann bedarf es der Eichung. Stellen Sie sich vor, wir würden das Gewichtsmaß so instabil gestalten wie es unser Geldsystem heute ist. Würden Sie das befürworten?
Die Frage der Eichung lässt sich einfach definieren. Die Geldmenge im Verhältnis zur Waren/Leistungsmenge der Realwirtschaft muss immer ein konstantes Verhältnis haben. Der Zeiger an dieser Waage ist der Preis aus einem festgelegten Warenindex(Warenkorb). Schwankt dieser Durchschnittspreis um die 3. Stelle hinter dem Komma ist die Regulierung der Geldmenge nötig. Technische Lösungen gibt es viele, aber niemand wagt dieses Prinzip bisher in größerem Maßstab. Historisch wurde ähnliches in Deutschland in Schwanenkirchen (1929-31) und in Österreich in Wörgl (1932-33) in den großen Notzeiten der Weltwirtschaftskrise (seit 1929) erprobt. Beide Modelle hatten ein Freigeld nach Silvio Gesell als Vorbild und brachten schnellen Wirtschaftsaufschwung. Sie fanden viel Beachtung und entfalteten eine starke Vorbildwirkung. Die Vertreter des Geldmonopols wurden zu ihren Feinden. Die Gewinne, aus dem immer noch gebräuchlichen Zinsgeldsystem, waren in Gefahr. Das führte zum Verbot. Einige Regionalwährungen haben heutzutage dieses Freigeldsystem wieder aufgegriffen. Das System selbst wurde durch die „Wissensmanufaktur. com“ in den Bezug zu weiteren Elementen der Wirtschaft gebracht. So kann es ein stabiles System für die Zukunft der Menschheit werden. Es kann Gerechtigkeit für alle Menschen und den Erhalt des Planeten fördern. Es kann zu einem der Menschheit dienenden System werden. Hinterfragen sie ihr Wissen. Es lohnt sich.

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