Das Leiden Jesu auf dem Hohenrechberg

Mehrere hundert Zuschauer begleiteten am Karfreitag die Prozession der italienischen Gemeinde San Giovanni Bosco auf den Hohenrechberg.

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Soldaten richten das Kreuz auf, an dem Jesus hängt. Gottes Sohn in seinen letzten Stunden verkörpert Giuseppe Paterna.  Foto: 

Mit ergebener Miene lässt Giuseppe Paterna zu, wie der Mann in Rüstung ihm einen Dornenkranz auf den Kopf drückt. Ein zweiter hängt ihm eine rote Schärpe um. Dann wuchten ihm beide das große Holzkreuz über die Schulter. Zwei Trommelschläge folgen und die Gruppe Soldaten mit Mann und Kreuz in ihrer Mitte setzt sich wieder in Bewegung, den steilen Berg hinauf. Wie in den vergangenen sieben Jahren erfüllt Paterna seine Rolle am Karfreitag authentisch und leidenschaftlich. Der Gmünder spielt Jesus von Nazareth auf dem Weg zur Kreuzigung.

Bereits zum 13. Mal zeigte die italienische Gemeinde San Giovanni Bosco aus Schwäbisch Gmünd am Karfreitag den Leidensweg Jesu bis zu seinem Tod. Etwa 30 Laienschauspieler stellten dabei die Stationen im Gewand nach. Eine bessere Kulisse als den Hohenrechberg hätten sie sich nicht aussuchen können. Der steile Weg unterstrich den schweren Gang, den Jesus alias Guiseppe Paterna über sich ergehen lassen musste.

Auf Höhe der Burgruine begann das Schauspiel. Zuerst auf Deutsch, dann auf Italienisch erzählen zwei Sprecherinnen, wie Jesus von seinem Apostel Judas verraten wurde. Römische Soldaten in Lederrüstung und roten Mänteln ergriffen den weiß gekleideten Verurteilten und führten ihn auf den Weg Richtung Kirche St. Maria. Bunte Bildnisse in steinernen Kreuzen zeigen hier am Wegesrand alle 14 Stationen bis zur Auferstehung. An jeder hielt die Gruppe an. Untermalt mit Gesang und Gebeten erhielt Jesus das Kreuz, verabschiedete sich von seiner Mutter Maria und bekam Unterstützung von Simon und Veronika.

Auch die Zuschauer schienen eine Rolle im Schauspiel zu übernehmen. Der Sonnenschein hatte dafür gesorgt, dass mehrere hundert Menschen gekommen waren.

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