Das Göppinger Seecafé geht an den Start

Manuela und Achim Müller übernehmen das Lokal am Barbarossasee.

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Manuela und Achim Müller übernehmen das Café am Göppinger Barbarossasee.  Foto: 

Noch ist längst nicht alles fertig, aber bereits jetzt ist die Atmosphäre spürbar, die spätestens ab Januar das „Seecafé“ prägen wird. In gemütlichen Sitz­ecken und an liebevoll gedeckten Tischen werden Manuela und Achim Müller am Barbarossasee im Göppinger Nordosten ihre Gäste bewirten. Beide arbeiten seit vielen Jahren im Verkauf. „Menschen treffen, das ist meines“, sagt die Donzdorferin.

Seit vielen Jahren schon hatten sie und ihr Mann „mit der Idee gespielt, ein eigenes Café zu eröffnen“. Viele Objekte mussten besichtigt werden, bis endlich in dem markanten Gebäude am Göppinger Barbarossasee Räume gefunden wurden, bei denen alles stimmt: „Das Gebäude, die Umgebung und nicht zuletzt die Unterstützung durch die Wohnbau gaben den Ausschlag“, sagt Achim Müller.

Noch haben die Müllers viele Vorbereitungen zu treffen. Der Küchen- und Thekenbereich ist bereits eingerichtet, in den beiden künftigen Gasträumen stehen Tische und Stühle, viele Details fehlen aber noch. „Wir suchen alte Fotografien von diesem Gebäude, die wir aufhängen wollen“.

Was aber steht, ist das Konzept des „Seecafé“. „Wir werden qualitätsvolle Kaffeespezialitäten anbieten und selbstgebackene Kuchen“, so Manuela Müller. Sie bäckt leidenschaftlich gerne – hauptsächlich „schlichte und einfache Kuchen, die sich nach der jeweiligen Saison richten“. Immer freitags wird sie frisches Hefegebäck anbieten. Auf der Karte werden neben den üblichen alkoholischen und antialkoholischen Getränken auch selbstgemachter Eistee und Limo stehen. Kleine Snacks sollen das Angebot abrunden. Zunächst hat das „Seecafé“, zu dem im Sommer auch ein ­Außenbereich gehört, nur von Freitag bis Sonntag geöffnet. Achim Müller wird weiter seiner Berufstätigkeit im Vertrieb einer Medizintechnikfirma nachgehen. Und mit seiner Band als Sänger auftreten. In ihrer knappen Freizeit kümmert sich Manuela Müller um die beiden Söhne und Hund Balu.

Ein KOMMENTAR von Arnd Woletz: Man braucht Treffpunkte

Gastronomen können ein Lied davon singen, wie schwer es ist, heute ein Lokal auskömmlich zu betreiben. Personalmangel, hohe Mieten und ein sehr kostenbewusstes Publikum versalzen auch in Göppingen vielen Wirten die Suppe. Selbst in der Innenstadt geben immer wieder  Gaststätten in scheinbar lukrativen Lagen auf. Noch ungleich schwerer ist es am Stadtrand.

Da ist es doch eine gute Nachricht, dass es noch Menschen mit Unternehmergeist gibt, die das Wagnis eingehen. Das neue Café am Barbarossa-See ist so ein Beispiel. Ein Wochenend-Betrieb ist hier ein guter Anfang. Für die Bewohner des Göppinger Ostens ist das sicher eine willkommene Anlaufstelle mit Treffpunkt-Funktion.

Natürlich gibt es Kritiker, die bemängeln, dass ausgerechnet das kommunale Wohnbauunternehmen als Investor und Vermieter im Gastronomie-Markt mitspielt – genauso wie als Bauherr von Handelsflächen. Tatsächlich gehört dieses Engagement nicht zu den vorrangigen Aufgaben der WGG, die doch Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten schaffen soll. Doch sich ansonsten völlig herauszuhalten, wäre zu kurz gesprungen. Mittlerweile gehört zum Selbstverständnis der WGG auch die Aufgabe, eine lebenswerte Stadt zu schaffen. Einkaufen und Freizeit gehören dazu – und wenn es nur ein kleines Seecafé ist.

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