Das Glücklichsein springt über

Gemeinsam mit dem Chor und dem Orchester der Unterstufe präsentierte die Junior Drama Group des Raichberg-Gymnasiums ihre erste Aufführung "Der glückliche Prinz" von Oscar Wilde.

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Die Junior Drama Group des Ebersbacher Raichberg-Gymnasiums präsentierte erfolgreich das Musical "Der glückliche Prinz".  Foto: 

Endlich, nach langen Probenwochen fand die Premiere des Musicals "Der glückliche Prinz" von Oscar Wilde der neu gegründeten Junior Drama Group unter der Leitung von Friedrich Buhro statt. Mit dem Chor und dem Orchester der Unterstufe, beide dirigiert von Christian Stötzer, wurde das Theaterstück als Musical in der Originalsprache in der Aula des Raichberg-Gymnasiums aufgeführt.

Schauspieler und Musikanten führten dem Publikum eine beeindruckende Geschichte vor Augen und Ohren. Die Bühne, auf der die Schauspieler agierten, befand sich für dieses Stück in der Mitte der Aula, die Zuschauer hatten im Rechteck drum herum Platz genommen. Diese Nähe von Akteuren und Publikum erinnerte ein wenig an das antike Theater. Christian Stötzer, Dirigent und Leiter des Unterstufenchores am RGE, hatte die ansprechenden Songs für diese Aufführung komponiert. Die jungen Choristen und Instrumentalisten waren mit sichtbarer Freude und mit ganzer Konzentration dabei. Stötzer spornte sie mit seinem einfühlsamen, doch immer wieder auch herausfordernden Dirigat an und half ihnen über die eine oder andere rhythmische Klippe.

Derweil ereignete sich auf der Bühne eine Geschichte, die die Zuschauer in den Bann des Geschehens zog. Beeindruckend, wie viel englischen Text die Akteure auswendig gelernt hatten und in bester Aussprache darboten. Auch bewegten sie sich nicht wie Anfänger, sondern füllten die Bühne durchaus professionell aus. Das erwies sich besonders beim Schwalbenflug, der zart und einfühlsam gestaltet war. Mit Leichtigkeit und fließenden Bewegungen flog Anja von Olnhausen über die Bühne und erfüllte ihre Mission als Helferin für die drei armen Kinder, die erfolglose Streichholzverkäuferin Mika (Jacqueline Steinhilber), die so sehr Angst vor ihrem strengen Vater (Malte Sebacher) hatte, der kränkelnde Jan (Lukas Schroth) und die arme Jo (Laura Gorzawski). Marius Trensch als Bürgermeister und seine beiden Berater (Florian Hees und Hamid Suleimann) füllten ihre Rollen mit großer Ernsthaftigkeit aus. Alle Akteure bewegten sich sehr natürlich und mit guter Ausstrahlung. Am Schluss wird aus arm reich, aus unglücklich glücklich, wie das im Märchen halt so üblich ist.

Nach großem Beifall wurden die Zuschauer nicht nur glücklich, sondern auch nachdenklich entlassen.

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