Christine Weiler aus Maitis ist die neue Lammkönigin

Die neue Lammkönigin kommt aus Maitis: Christine Weiler wird in den nächsten zwei Jahren als Botschafterin und Sympathieträgerin Verbrauchern im In- und Ausland das Württemberger Lamm näher bringen.

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Das königliche Amt rund um Schaf und Schafzucht bleibt auch die kommenden zwei Jahre im Kreis Göppingen. Die neue Lammkönigin Christine Weiler kommt aus Maitis. Sie wurde am Freitag in Stuttgart von Landwirtschaftsminister Alexander Bonde "gekrönt" und löst Nicole Herb aus Hausen ab. Bereits die erste Lammkönigin, die Schäfermeisterin Irene Nagel, kam aus dem Kreisgebiet, nämlich aus Winzingen. Nur deren Nachfolgerin, Karin Ruhland, stammte als "Ausreißerin" aus Machtolsheim im Alb-Donau-Kreis. Ihr folgte Barbara Frey aus Hohenstaufen.

Diese Anhäufung an gekrönten Häuptern kommt nicht von ungefähr, hat doch die Schäferei im Stauferkreis eine große Tradition. Vor allem hiesige Züchter haben sich bei der Zucht der Merinoschafe - früher Württemberger Schaf - einen Namen gemacht.

Diese und weitere interessante Geschichten rund ums Merinoschaf wird die neue Lammkönigin Christine Weiler in den nächsten zwei Jahren bei ihren vielen Terminen erzählen können. Ihre Nähe zur Schafhaltung wurde ihr sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Die Schafhaltung im elterlichen Nebenerwerbsbetrieb geht bis ins Jahr 1440 zurück. Anfang der 1960er Jahre wurde die Schafhaltung aufgegeben, der Großvater der 23-jährigen Lammkönigin nahm aber Ende der 1980er Jahre die Schafhaltung wieder auf. Bis heute führen die Eltern von Christine Weiler diese kleine Schafhaltung weiter.

Zurzeit macht Christine Weiler eine Fortbildung zur Fachagrarwirtin. Sie engagiert sich in der evangelischen Kirchengemeinde und betreut dort die Konfirmanden. Auf ihr neue Aufgabe als Württembergische Lammkönigin freut sie sich: "Ich will mich für das Württemberger Lamm engagieren, nicht nur wegen des Fleischs, das ein hervorragendes Produkt ist, sondern auch wegen des ökologischen Nutzens der Schafhaltung vor allem in den Streuobstflächen und in den Wacholderheiden des Albtraufs."

Ihre Vorgängerin Nicole Herb, die seit 2013 das Amt ausübte, stammt vom Schafhof Willi Herb in Hausen. Die 26-Jährige war viele Jahre im Vorstand der Kreislandjugend Göppingen tätig. 2007 wurde ihr elterlicher Betrieb mit dem Kulturlandschaftspreis ausgezeichnet, nicht zuletzt wegen der wichtigen Arbeit auf den Naturschutzflächen des Oberen Filstals.

Amt mit Verantwortung

Die Württemberger Lammkönigin steht als Botschafterin und Sympathieträgerin im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit rund um das Württemberger Lamm. Sie soll in ihrem Ehrenamt interessierten Verbrauchern die Tradition, Kultur und Regionalität rund um die württembergischen Schafbetriebe näher bringen. Voraussetzungen für dieses Amt: Die Bewerberin sollte aus einer Familie stammen, in der Schafe gehalten werden, ausgebildete Schäferin sein oder eine landwirtschaftliche Ausbildung/Studium nachweisen. Sie braucht gute Allgemeinbildung, muss über 18 Jahre alt und ledig sein, viel über Schafhaltung wissen und Mitglied in der baden-württembergischen Lammfleischerzeugergemeinschaft sein.

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