Chancengleichheit im Fokus

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Anja Verena Schick hat Mitspracherecht bei Stellenbesetzungen.  Foto: 

Seit dem 1. März ist sie im Amt, nun berichtete die hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Göppingen, Anja Verena Schick, dem Gemeinderat über ihre bisherigen Aktivitäten und zukünftigen Projekte. Dabei stehe die Gleichstellung innerhalb der Stadtverwaltung genauso im Fokus wie gleiche Chancen für Frauen und Männer außerhalb der Verwaltung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die ersten Monate ihrer Arbeit dienten der Bestandsaufnahme und dem Aufbau von Netzwerken, sagte Schick. Mit dem Gesetz zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst des Landes, kurz Chancengleichheitsgesetz (ChancenG), wurden Städte ab 50 000 Einwohnern zur Bestellung einer hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten verpflichtet. Dadurch sollen bestehende Nachteile für Frauen abgebaut werden, indem Zugangs- und Aufstiegschancen verbessert werden. Außerdem wird eine deutliche Erhöhung des Frauen- beziehungsweise des Männeranteils in Bereichen, in denen sie jeweils unterrepräsentiert sind, angestrebt.

Zu ihren Aufgaben als Gleichstellungsbeauftragte innerhalb der Kommunalverwaltung gehört unter anderem die Mitwirkung an Stellenbesetzungen und damit auch bei Vorstellungsgesprächen, bei der Personalentwicklung und Fortbildungsprogrammen. Das Hauptaugenmerk ist auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerichtet, die für Männer und Frauen gleichermaßen von Bedeutung ist.

Schick betonte, dass sich ihre Tätigkeit nicht auf die Stadtverwaltung beschränkt. Mindestens 50 Prozent ihrer Arbeit will und muss die Gleichstellungsbeauftragte extern leisten, damit die Stadt den Landeszuschuss geltend machen kann. Zur externen Arbeit zählen neben der Netzwerkpflege vor allem zwei Projekte, die im Fokus stehen: „Gewalt gegen Frauen“ und „Frauen in der Kommunalpolitik“. So wird es zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ (25. November) im Staufen-Movieplex eine Vorführung des Filmes „Unter aller Augen“ geben, und zwar am Dienstag, 28. November, um 20 Uhr. Auch mit der Polizei plant Schick eine Informationsveranstaltung zum Thema „Gewalt gegen Frauen“.

Intensivieren möchte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt den Kontakt zu den Göppinger Kommunalpolitikerinnen, auch angesichts des bevorstehenden Jubiläums im Jahr 2018/2019 „100 Jahre allgemeines Wahlrecht für Frauen“. So ist eine Ausstellung geplant mit Porträts Göppinger Stadträtinnen, angefangen bei Mathilde Brückner, die 1922 zur ersten Stadträtin in Göppingen gewählt wurde. Ziel ist es, für die 2019 anstehenden Kommunalwahlen Frauen zur Kandidatur zu motivieren. Generell sollten sich Frauen stärker für die Kommunalpolitik interessieren, so Schick.

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