Chance für Firmen und Studenten

Die moderne Medizin ist ohne Technik nicht denkbar. Das wurde bei der jüngsten Veranstaltung des Göppinger Technikforums deutlich.

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Joachim Hiller, lange Jahre Leiter der Medizintechnik der Göppinger Klinik am Eichert, zeigte auf Einladung des Göppinger Technikforums eindrucksvoll auf, welche Rolle die technische Unterstützung heute im Gesundheitswesen hat. Ein einfaches Stethoskop, ein EKG-Schreiber, ein Ultraschallgerät, ein moderner Magnet-Resonanztomograph, aber auch Verbandsmaterialien, Spritzen oder Prothesen - jeder Arzt setzt bei Untersuchungen, in der Diagnose und auch in der Therapie Medizintechnik ein, die immer komplexer wird. Entwicklungszeiten von mehreren Jahren sind keine Seltenheit. Deutschland zählt hinter den USA und Japan zu den Weltmarktführern. Ein weiteres "gigantisches Marktpotenzial" sieht Joachim Hiller in diesem sehr speziellen Technikbereich, der gerade für Unternehmen aus der Region große Chancen bietet.

Beim Technikforum Göppingen, das gemeinsam mit den Volkshochschulen Göppingen und Eislingen in diesem Jahr die Medizintechnik in seiner Vortrags- und Exkursionsreihe in den Mittelpunkt stellt, stellte der Experte "die spannende Kombination zweier Fachgebiete" in der Aula der Hochschule vor. Er machte gleichzeitig deutlich, dass gerade die Hochschule genau die Ingenieure ausbildet, die die Unternehmen suchen. "Sie sind prädestiniert für Medizintechnik." Aber auch die Unternehmen der Region, die nicht selten von den großen Autokonzernen abhängig sind, können von dieser Wachstumsbranche profitieren. "Sie können sich ein weiteres Standbein aufbauen".

Schon bislang ist die Branche - von wenigen großen Ausnahmen abgesehen - geprägt von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz, den die knapp 100 000 Beschäftigten erwirtschaftet hatten, auf über 22 Milliarden Euro. Für dieses Jahr ist eine Steigerung von vier Prozent prognostiziert. Die großen Umsätze werden nicht im Inland gemacht. "In Kliniken wird immer weniger investiert", bedauert der Leiter einer Entwicklungsabteilung. "67 Prozent der Produkte Made in Germany gehen in den Export". Info Am 10. April um 18 Uhr wird Dr. Florian Dammann, Chefarzt für Radiologie der Klinik am Eichert, bildgebende Verfahren in der Medizintechnik vorstellen. Weitere Informationen: www.technikforum-gp.de

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