Buntes Treiben mit Tradition

Seit Wochen sind die Narren los, nun setzen sie zum Endspurt an - auch in der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Der Rottweiler Narrensprung gilt dabei als besonders sehenswertes Schauspiel.

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Die Rottweiler haben beim Narrensprung verschiedene Fasnetsfiguren aufzubieten, unter anderem den Gschell.

"Am Aschermittwoch ist alles vorbei", heißt es in einem alten Faschingsschlager. Dafür ist an den Tagen zuvor die Hölle los: Während der Fasnet treiben die Hästräger auch bei den Umzügen ihren Schabernack - am liebsten mit den Zuschauern.

Mit mehreren tausend Besuchern zählt der Rottweiler Narrensprung am Rosenmontag und Faschingsdienstag zu den Höhepunkten der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Dieser sei aber nur der Auftakt fürs anschließende Treiben, klärt die veranstaltende Narrenzunft Rottweil auf ihrer Homepage auf. Erst danach ziehen die Narren durch Straßen und Lokale, um ihre lustigen Geschichten, die sie das Jahr über ins Narrenbuch notiert hatten, humorvoll unters Volk zu bringen. In Rottweil ist der Fasnetsbrauch seit Jahrhunderten angesiedelt, obwohl die Anfänge nicht genau auszumachen sind.

Bereits 1310 sei das Wort Fasnet in einer Urkunde erwähnt, heißt es online bei der Narrenzunft. 50 Jahre später ging es bei einem Gottesdienst in der Predigerkirche um Fasnetsküchle und zum Jahr 1501 heißt es auf der Homepage: "300 Personen aus Schaffhausen möchten nach Rottweil zur Fasnet. Dies wird verboten."

Im 17. Jahrhundert wird in einem Ratsprotokoll das erste Mal ein Umzug erwähnt. Im Laufe der Geschichte etabliert sich das muntere Treiben in der alten Reichsstadt. Es gibt Verwicklungen, Veränderungen und Zeiten, in denen keine Umzüge stattfinden, zum Beispiel während der zwei Weltkriege.

An Fasnetsfiguren haben die Rottweiler gleich eine ganze Reihe aufzubieten: Da ist zum einen der Gschell, den es seit dem 17. Jahrhundert geben soll, den Federahannes, bei dem die Narrenzunft Rottweil vermutet, er könne vor dem 17. Jahrhundert entstanden sein wie der Schantle. Bei den Umzügen tummeln sich zudem Guller, Rößle, Narrenengel, Biß und Fransenkleid.

Am Rosenmontag drängen sich bis zu 4000 Narren durchs "Schwarze Tor", unterrichtet die Stadtverwaltung auf ihrer Website. Es ist der Start für den ersten Narrensprung. Info Dieses Jahr findet der Narrensprung am Montag, 20. Februar, um 8 Uhr und am Dienstag, 21. Februar, um 8 Uhr sowie um 14 Uhr statt. Internet: www.narrenzunft-rottweil.de

www.rottweil.de

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